Die erste Kundgebung der Pegida-Bewegung in Österreich war überschaubar - lediglich um die 350 Anhänger gingen in Wien auf die Straße. Einige Teilnehmer fielen durch rechtsextreme Gesten auf, die Polizei löste die Demonstration auf.

Von der Wiener Freyung aus startete am Montagabend die Pegida-Bewegung ("Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes") ihre Kundgebung durch die Bundeshauptstadt. Wie der "Standard" berichtet, mobilisierten die islamkritischen Organisatoren rund 350 Anhänger.

Deutlich mehr Menschen versammelten sich bei Gegendemonstrationen. 5.000 Personen schlossen sich laut Polizei dem Protest an habe, zu dem die "Offensive gegen Rechts" gemeinsam mit muslimischen Organisationen aufgerufen hatte. Die Exekutive war mit 1.200 Beamten im Einsatz.

Wie der ORF berichtet, marschierten bei der Pegida-Kundgebung auch polizeibekannte Hooligans mit. Etliche Teilnehmer sollen gegen das Verbotsgesetz verstoßen haben - sie tätigten etwa den Hitlergruß. Via Twitter gab die Wiener Polizei bekannt, dass Fotos und Videos wegen Verstößen ausgewertet wurden, um Tatverdächtige auszuforschen.

Das Bildmaterial werde "auf die Beurteilung der Rechtmäßigkeit nachfolgender Versammlungen erheblichen Einfluss haben", kündigte die Polizei in einer Aussendung an. Daher ist fraglich, ob die für nächste Woche angesetzte Pegida-Kundgebung überhaupt stattfinden kann. (rs)