Der sogenannte "Islamischer Staat" (IS) hat nach türkischen Angaben mindestens 30 Zivilisten bei der versuchten Flucht aus der nordsyrischen Stadt Al-Bab getötet.

Die beiden Frauen verbindet eine furchtbare Geschichte.

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete am Montag unter Berufung auf die türkische Armee, die Zivilisten seien am Vortag in mehrere Sprengfallen des sogenannten "Islamischen Staats" geraten.

Die Terrormiliz habe Bewohner der Stadt bedroht und neben Sprengfallen auch Barrikaden errichtet, um sie an der Flucht zu hindern. Der IS setze auch Plastiksprengstoff ein, wie ihn reguläre Streitkräfte verwenden.

Anadolu berichtete weiter, bei den Gefechten um Al-Bab sei ein weiterer türkischer Soldat an den Folgen seiner Verletzungen gestorben. Damit kosteten die schweren Kämpfe seit vergangenem Mittwoch mindestens 17 türkische Soldaten das Leben. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte vom Sonntag wurden bei türkischen Luftangriffen auf Al-Bab inzwischen mehr als 100 Zivilisten getötet, darunter auch zahlreiche Kinder.

Die Türkei hatte im August eine Bodenoffensive in Syrien begonnen, mit der sie Rebellen unterstützt. Den Verbündeten ist es im Zuge der Operation "Schutzschild Euphrat" gelungen, den IS von der türkischIS-syrischen Grenze zu verdrängen. Präsidentensprecher Ibrahim Kalin sagte am Montag in Ankara, türkische Truppen kontrollierten inzwischen ein 1900 Quadratkilometer großes Gebiet in Nordsyrien.

Das nächste Ziel der Operation ist nach türkischen Regierungsangaben die Einnahme von Al-Bab. Bislang wird die Stadt vom IS beherrscht. Die Türkei bekämpft in Nordsyrien zugleich die Kurdenmiliz YPG, die eng mit der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK verbunden ist.© dpa

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