AfD-Chefin Frauke Petry kritisiert den deutschen Fußballnationalspieler Mesut Özil. Dabei bezieht sich die Parteichefin gegenüber der "Welt am Sonntag" nicht nur auf das in sozialen Netzwerken gepostete Bild von Özils Pilgerreise nach Mekka.

Die Bundessprecherin der AfD, Frauke Petry, hat den deutschen Fußballnationalspieler Mesut Özil kritisiert. In einem Interview mit der "Welt am Sonntag" verurteilte die Parteichefin Özils Pilgerreise nach Mekka als "öffentlich zelebriert".

Der Nationalspieler hatte vergangene Woche ein Bild von sich vor der Kaaba in der heiligen Moschee in Mekka gepostet. Die Kaaba ist die heiligste Pilgerstädte für Muslime weltweit. Dass diese Reise zwar "bekanntlich zu den religiösen Pflichten eines Muslims" gehöre, sei Petry klar. "Ob man sie aller Welt präsentieren muss, steht dahin", erklärt sie weiter.

Petry kritisiert, dass Özil die Nationalhymne nicht mitsingt

Zusätzlich findet es die AfD-Chefin "schade", dass "Mesut Özil als Identifikationsfigur für so viele Kinder und Jugendliche die Nationalhymne nicht mitsingt." Außerdem fügte sie hinzu, dass es fragwürdig sei, ob Özil mit dem Instagram-Post auch eine "politische Aussage" treffen wolle.

In dem Interview bekräftigte Petry erneut die Einstellung der AfD zum Islam. Laut Petry gebe es an der "Grundgesetzeswidrigkeit des Islam" keinen Zweifel. Diese ergebe sich vor allem aus dem Koran, und da sich "alle Muslime auf den Koran beziehen", sei es "nicht einfach zwischen frommen Muslimen, Radikalen und Islamisten" zu unterscheiden.

Bereits Mitte Mai hatte Petry ein Treffen mit dem Zentralrat der Deutschen Muslime abgebrochen und damit für einen Eklat gesorgt. (she)