Berlin (dpa) - Der Vizevorsitzende der AfD, Alexander Gauland, hat einen Stopp der Zuwanderung aus dem Nahen Osten gefordert. "Wir sollten eine Einwanderung von Menschen, die unserer kulturellen Tradition völlig fremd sind, nicht weiter fördern, ja wir sollten sie verhindern", sagte er dem Berliner «Tagesspiegel» (Mittwoch). Auf die Frage, welchen Muslimen er den Zuzug verweigern wolle, antwortete Gauland: «Es gibt kulturelle Traditionen, die es sehr schwer haben, sich hier zu integrieren. Von dieser kulturellen Tradition möchte ich keine weitere Zuwanderung. Diese kulturelle Tradition ist im Nahen Osten zu Hause.» In Deutschland dürften sich keine weiteren Parallelgesellschaften entwickeln, «mit denen wir am Ende nicht fertig werden».

Gauland, der auch Partei- und Fraktionschef in Brandenburg ist, gehört dem nationalkonservativen Flügel der Alternative für Deutschland (AfD) an, auch unter Islam-Kritikern und Pegida-Anhängern Wähler zu gewinnen sucht.