• SVP-Politiker Andreas Glarner sorgt immer wieder für Kontroversen.
  • Nun hat er mit einem Facebook-Post Aufsehen erregt.
  • Glarner machte sich unter anderem über das Aussehen der deutschen Grünen-Politikerin Claudia Roth lustig.
  • Facebook-User werfen ihm Sexismus vor.

Mehr aktuelle News finden Sie hier

SVP-Nationalrat Andreas Glarner sorgt immer wieder mit Kontroversen für Aufsehen. Am Sonntag (13. Juni) setzte er einen Facebook-Post auf Kosten zweier Grünen-Politikerinnen aus Deutschland ab.

"Nachdem die Grünen Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin ernannt haben, wäre es nur konsequent, Claudia Roth als Kandidatin für die Miss-Germany-Wahl anzumelden", schrieb er.

Für diesen Spott über das Aussehen von Bundestagsvizepräsidentin Roth hagelte es unter dem Post Kritik. Dem 58-Jährigen wird Sexismus vorgeworfen. "Der liebe Herr Glarner outet sich nun auch noch als Sexist?", schreibt ein User. Andere bezeichnen den Beitrag als "peinlich", "beleidigend", "frauenfeindlich" und "unterste Schublade".

"Ihr frauenfeindliches Geschwätz ist nur noch peinlich", kritisiert ein Nutzer. "Wir könnten Herrn Glarner zum Mister Unanständig wählen, da braucht’s keine Wahl, die gewinnt er locker", meint eine andere Userin.

Was sagt Andreas Glarner zu der Kritik?

Andreas Glarner äußert sich auf "20min.ch"-Anfrage zu der Kritik. Er bleibe bei seiner Meinung, erklärt er. "Beide Frauen sind für die jeweiligen Ämter nicht geeignet", sagt er 58-Jährige. Würde Annalena Baerbock Kanzlerin werden, so würde sie Deutschland "mit ihrer extrem linken Politik in den Abgrund reißen". "Genauso liegt auf der Hand, dass Frau Roths Aussichten bei einer Teilnahme an den Miss-Wahlen schlecht stünden", prognostiziert Glarner, ohne für diese Aussage Gründe zu nennen.

Claudia Roth ist ins Visier von Andreas Glarner geraten.

Auf den Sexismus-Vorwurf erwidert er: "Das hat nichts mit Sexismus zu tun. Ich habe auch schon die schlechten Zähne eines Politikers kritisiert." Er unterscheide nicht zwischen Frauen und Männern, wenn es um das Aussehen einer Person gehe.

Auch in seiner eigenen Partei stößt ihm wegen des Facebook-Beitrags Kritik entgegen. "Man sollte generell nicht das Aussehen von Frauen bewerten – egal, was sie tun", sagt Michelle Singer, Vorstandsmitglied der SVP-Frauen im Kanton Bern. "Ich staune manchmal, wenn er wieder solche Aussagen tätigt." Glarner habe sich ihr gegenüber noch nie sexistisch geäußert. Sie wolle das nächste Treffen mit dem Politiker nutzen, um ihn auf den Post anzusprechen.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

Sexismus-Skandal in der Formel 1: Masepin sorgt für Empörung

Skandal um Mick Schumachers künftigen Teamkollegen in der Formel 1: Der Russe Nikita Masepin hat mit einem sexistischen Video auf seinem Instagram-Kanal für Empörung gesorgt und muss nun wohl sogar um seinen Platz beim Haas-Rennstall bangen. © ProSiebenSat.1