Zunächst hatte es laut einem Medienbericht geheißen, die CSU gewähre Kanzlerin Angela Merkel ein neues Ultimatum von zwei Wochen. "Pure Desinformation" nennt das nun CSU-Generalsekretär Markus Blume - und dementiert.

Mehr aktuelle News finden Sie hier

Die CSU hat Darstellungen dementiert, der Parteivorstand werde Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im Asylstreit eine weitere Frist von zwei Wochen einräumen.

"Die Meldung ist frei erfunden, das ist pure Desinformation", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in München.

Laut Medienbericht: Frist von zwei Wochen

Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, der Parteivorstand werde Merkel auf seiner Sitzung am Montag eine letzte Frist von zwei Wochen geben, um eine europäische Lösung für die Zurückweisung von Migranten zu finden, die bereits in anderen EU-Ländern registriert sind.

Demnach solle am Montag die von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) geforderte Zurückweisung beschlossen und der Vollzug für die Zeit bis zum EU-Gipfel in zwei Wochen ausgesetzt werden.

Die "Bild" berief sich auf mehrere voneinander unabhängige Quellen.

Für Seehofer noch nicht alles verloren

Sollten dort keine befriedigenden Vereinbarungen getroffen werden, werde die Bundespolizei dann mit flächendeckenden Kontrollen und Zurückweisungen beginnen, schrieb das Blatt unter Berufung auf Kreise der CSU-Spitze.

Für Seehofer ist im Asylstreit noch nicht alles verloren. "Niemand in der CSU hat Interesse, die Kanzlerin zu stürzen", sagte der Innenminister. Er soll aber auch zweimal geäußert haben, nicht mehr mit Merkel arbeiten zu können. (pak/dpa)

Bildergalerie starten

Karikaturen

Nachrichten aus der Politik sind langweilig und dröge? Unsere aktuellen Karikaturen beweisen das Gegenteil - jeden Tag aufs Neue.