Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) sieht keine Handhabe, das denkmalgeschützte "Generalshotel" auf dem Gelände des Hauptstadtflughafens BER vor dem Abriss zu retten. Geywitz verwies am Donnerstag darauf, dass die Pläne für den Abriss des ehemaligen Empfangsgebäudes für Repräsentanten der Sowjetunion und Staatsgäste der DDR sehr alt seien. "Die Stelle wird benötigt für die Flugbereitschaft", sagte sie. "Es ist natürlich immer bedauerlich, wenn auch solche Gebäude abgerissen werden müssen, es ist aber in dem Fall nicht vermeidbar." Das Projekt Regierungsflughafen werde verantwortet vom Verteidigungsministerium und vom Auswärtigen Amt, sagte Geywitz.

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Eine Initiative von Architekten, Denkmalschützern und Politikern versucht seit Wochen, den Abriss des "Generalshotels" zu stoppen. Die Initiative hatte dafür auch an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) appelliert, sich einzuschalten. Ein Regierungssprecher teilte dazu aber mit, dass Scholz für diese Immobilie nicht zuständig sei.

Nach Angaben der zuständigen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) soll der Abriss der zwischen 1947 und 1950 erbauten Villa Anfang September beginnen. Zuvor sollen "in Abstimmung mit dem Denkmalschutz erhaltenswerte Objekte und Bauteile gesichert und ausgelagert" werden, wie die BIMA auf Anfrage mitteilte. Die Fläche wird nach Angaben der BIMA für den Betrieb der Regierungsflugstaffel benötigt.  © dpa

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