Berühmte Fotos der Weltgeschichte: Diese Momente veränderten die Welt

Festgehalten von Fotografen, wurden die Bilder zu Ikonen der Weltgeschichte.

23. Februar 1945: Marines hissen die US-Flagge auf dem erloschenen Vulkan Mt. Suribachi in Iwo Jima, Japan. Es ist das zweite Mal: Die erste Flagge ist der militärischen Führung zu klein, deswegen muss eine größere her. Schon vor der Landung in Japan hatten die US-Militärs beschlossen, Medien weit stärker einzubeziehen: Rund 90 Foto- und Filmjournalisten gingen mit den Truppen an Land.
28. August 1963: Dr. Martin Luther King hält in Washington D.C. vor mehr als 200.000 Anhängern eine Rede, die in die Geschichte eingeht. Die letzten Zeilen von "Ich habe einen Traum" stehen leicht variiert heute auf Dr. Kings Grabstein: "Endlich frei! Endlich frei! Dank sei Gott dem Allmächtigen, ich bin endlich frei!"
24. November 1963: Zwei Tage, nachdem er mutmaßlich den amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy getötet hat, wird Lee Harvey Oswald im Keller des Polizeigebäudes von Dallas von dem Nachtclubbesitzer Jack Ruby erschossen.
15. August 1961: Der 19 Jahre alte DDR-Soldat Conrad Schumann springt über die gerade entstehende Berliner Mauer in den Westen. Es ist der dritte Tag des Mauerbaus: Die DDR will damit die Flucht von Bürgern nach Westdeutschland stoppen. (Das Bild ist Teil einer Open-Air-Ausstellung zum Mauerfall)
8. Juni 1972: Soldaten folgen weinenden Kindern nach einer Napalm-Attacke der südvietnamesischen Luftwaffe. Das Foto der kleinen Phan Thi Kim Phuc, der das Napalm Kleider und Haut verbrannt hatte, ging um die Welt. Eigentlich sollte der Angriff den Vietcong treffen, zerstörte aber das Dorf. Fotograf Nick Ut gewinnt mit diesem Foto später den Pulitzer-Preis.
7. Dezember 1970: Der deutsche Kanzler Willy Brandt (SPD) fällt in Warschau am Ehrenmal für die Toten des Warschauer Ghettos auf die Knie. Er bittet damit um Vergebung für die deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg. Die überraschende Geste wird zum Symbol für Brandts Ostpolitik, für die er 1971 den Friedensnobelpreis bekommt.
5. Oktober 1979: Erich Honecker (re.), Vorsitzender des Staatsrats der DDR, und Leonid Breschnew (Staatschef der Sowjetunion) geben sich anlässlich des 30. Jahrestags der DDR den Bruderkuss. Auf Grundlage dieses Fotos entsteht später das Bruderkussgemälde an der East Side Gallery.
22. September 1984: Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) und Frankreichs Präsident François Mitterrand treffen sich auf dem ehemaligen Schlachtfeld von Verdun. Es ist der Versuch, einen Ort der Feindschaft zu einem der Freundschaft zu machen. Bis heute ist ungeklärt, ob der Griff nach der Hand des anderen inszeniert oder spontan war.
9. November 1989: Die Berliner Mauer wird geöffnet: Als erste DDR-Bürgerinnen überqueren um 21:15 Uhr Annemarie Reiffert und ihre Tochter die Grenze zur BRD. Ein Westberliner Polizist steckt einem Offizier der Grenztruppen der DDR in der Nacht des Mauerfalls eine Blume ins Knopfloch.
26. Januar 1998: Clinton spricht vor Reportern. Dabei fällt ein Satz, der ihm politisch beinahe das Genick bricht. Er beteuert:"I did not have sexual relations with that woman, Miss Lewinsky, I never told anybody to lie, not a single time." ("Ich hatte nie eine sexuelle Beziehung mit dieser Frau, Miss Lewinsky. Ich habe niemandem gesagt, er solle lügen, nicht ein einziges Mal.")
20. Januar 2009: Barack Obama wird als erster afroamerikanischer Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Er wird der 44. Präsident der USA.
1. Mai 2011: US-Präsident Barack Obama, Vizepräsident Joe Biden und Außenministerin Hillary Clinton verfolgen im "Situation Room" in Echtzeit den Einsatz der Elite-Einheit SEAL Team Six bei der "Operation Neptune Spear", an deren Ende einen Tag später Al-Kaida-Chef Osama bin Laden in Pakistan getötet wurde.
11. Januar 2015: Nach dem Attentat auf das Satire-Magazin "Charlie Hebdo" demonstrieren internationale Politiker in Paris für die Pressefreiheit. Doch es setzt Kritik: Schließlich sind auch Vertreter von Staaten dabei, in denen Journalisten und Blogger systematisch verfolgt werden - etwa Ägypten, Russland oder die Türkei. Zudem wird die Inszenierung des Fotos kritisiert.
2. September 2015: Der Leichnam des zweijährigen Aylan Kurdi, eines Flüchtlingskindes aus Syrien, wird an der türkischen Küste angeschwemmt. Das Schicksal des Jungen und seiner Familie erregt weltweit Aufsehen. Fotografin Nilüfer Demir, die das Bild gemacht hat, sagt später: "Ich wollte den verstummten Schrei des Jungen hörbar machen."
10. November 2016: Zwei Tage nach seiner Wahl zum US-Präsidenten trifft sich Donald Trump mit seinem noch amtierenden Vorgänger Barack Obama. Sie loben sich gegenseitig und besprechen die Amtsübergabe. Im Anschluss des Treffens wird ihre Körperhaltung unter die Lupe genommen. Fazit von CNN: Grün sind sich die beiden nicht.
20. Januar 2017: Donald Trump wird vereidigt. Sein Pressesprecher Sean Spicer behauptet hernach, Trump habe "die größte Menschenmenge aller Zeiten" angezogen, die je einer Vereidigung beigewohnt habe - "sowohl vor Ort als auch auf der ganzen Welt". Doch die offiziellen Bilder der Trump-Anhänger sprechen eine andere Sprache.
9. Juni 2018: Angela Merkel spricht auf dem G7-Gipfel mit Donald Trump. Die Staatschefs ringen sich mit Mühe zu einer gemeinsamen Erklärung durch. Der US-Präsident braucht später nur zwei Tweets, um seine Unterstützung zurückzuziehen. Trump, so scheint es dieser Schnappschuss auszudrücken, bringt die halbe Welt gegen sich auf.
11. Juni 2018: Donald Trump und Kim Jong Un treffen sich in Singapur. Es ist das erste Mal, dass ein amtierender US-Präsident mit dem Führer Nordkoreas zusammentrifft. Kim willigt in eine "vollständige" atomare Abrüstung ein. Doch das ist nur der erste Schritt auf einem weiten Weg.
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