Thüringens AfD-Landeschef Björn Höcke sieht in dem islam- und fremdenfeindlichen Protestbündnis Pegida einen Wegbereiter für die Wahlerfolge der Alternative für Deutschland.

AfD-Politiker Björn Höcke dankt Pegida: Auf einem AfD-Landesparteitag in Arnstadt bezeichnete er Pegida als "parlamentarische Vorfeldorganisation in Dresden". Höcke: "Ohne sie wäre die AfD nicht, wo sie ist. Ich sage danke." Die AfD stehe Pegida inhaltlich nahe, ohne organisatorisch verbunden zu sein.

Die rechtspopulistische AfD war bei den Landtagswahlen im März in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt in die Landesparlamente eingezogen. In Thüringen und anderen ostdeutschen Bundesländern - mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern - ist die Partei bereits vertreten.

Positiv äußerte sich Höcke auch zur FPÖ in Österreich. Zur rechtspopulistischen Front National in Frankreich sagte er, trotz unterschiedlicher Positionen müsse das Verbindende, nicht das Trennende herausgestellt werden.

Thüringens AfD beschäftigt sich auf dem Parteitag mit dem neuen Grundsatzprogramm der Partei. Es wird derzeit bundesweit kontrovers diskutiert und soll Ende April in Stuttgart beschlossen werden.