Blutiger Montag im Gaza-Streifen: Viele Tote und Verletzte

Aus dem Gazastreifen kommen schockierende Bilder. Der Protest gegen die Eröffnung der neuen US-Botschaft in Jerusalem am heutigen Montag ist eskaliert. Es gibt Dutzende Tote und rund 2.700 Verletzte.

Blutiger Montag im Gaza-Streifen. Bei Konfrontationen zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Soldaten gibt es 59 Tote und über 2.700 Verletzte.
Hintergrund ist die Eröffnung der neuen US-Botschaft in Jerusalem. Präsident Donald Trump hatte im Dezember 2017 entschieden, die Auslandsvertretung von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen, was bei den Palästinensern heftigen Widerspruch provoziert hat. Sie sehen darin eine faktische Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels.
Die Unruhen werden zudem durch die feierliche Zeremonie zum 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels befeuert. Auch ist am Dienstag der Nakba-Tag, an dem die Palästinenser an ihre Vertreibung und Flucht erinnern.
Die Proteste finden am Grenzübergang zwischen Israel und dem Gazastreifen statt.
Autoreifen brennen ...
... und Palästinenser werfen Steine. Die israelische Armee antwortet mit Schüssen.
Hier bergen Palästinenser einen verwundeten Demonstranten.
Es ist der Tag mit den meisten Todesopfern seit dem Gaza-Krieg 2014. Beobachter gehen davon aus, dass die Auseinandersetzung in den kommenden Tagen weitergeht. Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung herausgegeben.
Die radikalislamische Hamas hat im Vorfeld der US-Botschaftseröffnung zu Massenprotesten aufgerufen. Zehntausende Palästinenser folgen dem Ruf.
... schleudern Steine auf die israelischen Soldaten - darunter Scharfschützen.
Brennende Autoreifen ...
... sollen den Scharfschützen die Sicht nehmen.
Die israelische Armee verschießt Tränengas, aber auch scharfe Munition.
Die Zahl der Verletzten auf palästinensischer Seite erhöht sich im Lauf des Montags stetig.
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