• Die Bundesregierung fliegt weiterhin verfolgte Afghanen und ehemalige afghanische Ortskräfte und deren Familien nach Deutschland aus.
  • Im Durchschnitt würden "etwa 200 Afghaninnen und Afghanen pro Woche" allein aus Pakistan nach Deutschland gebracht.
  • Auch über den Iran reisen demnach weiterhin regelmäßig Menschen aus.

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Die Bundesregierung hat in den vergangenen Wochen im Schnitt 200 Afghaninnen und Afghanen über Pakistan nach Deutschland gebracht. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es am Dienstag, die Menschen seien mit Charterflügen aus Islamabad in Deutschland eingetroffen. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe über die Zahl berichtet.

Auch die Ausreiseroute über Iran werde regelmäßig genutzt. "Auch dort werden Ortskräfte, besonders gefährdete Personen, die eine Aufnahmezusage erhalten haben und ihre Familienangehörigen während des Transits und bei der Weiterreise nach Deutschland unterstützt." Seit der Machtübernahme der Taliban haben deutsche Visastellen laut Auswärtigem Amt bisher rund 18.600 Visa für diese Personengruppen ausgestellt.

Machtübernahme der Taliban im August 2021

Mit dem Abzug der letzten US-Soldaten vom Flughafen Kabul war Ende August 2021 der internationale Afghanistan-Einsatz nach fast 20 Jahren zu Ende gegangen.

Bereits zwei Wochen zuvor hatten die Taliban die Hauptstadt Kabul kampflos erobert, weil die afghanischen Sicherheitskräfte keinen Widerstand leisteten.  © dpa