Donald Trump ist der erste ehemalige US-Präsident gegen den auf bundesstaatlicher Ebene Anklage eingereicht wurde. Nach der Veröffentlichung der Anklageschrift gibt sich Trump dennoch kämpferisch.

Mehr aktuelle News

Nach der Veröffentlichung der Anklageschrift gegen Donald Trump hat sich der Ex-Präsident kämpferisch gegeben. Bei einem Wahlkampfauftritt in Columbus im Bundesstaat Georgia bezeichnete Trump die Anklage am Samstag als "lächerlich", unbegründet und einen der schrecklichsten Fälle von Machtmissbrauch in der Geschichte der USA. "Das ist ein politischer Auftragsmord", wetterte der republikanische Präsidentschaftsbewerber. US-Präsident Joe Biden versuche, "seinen führenden politischen Konkurrenten ins Gefängnis zu bringen", behauptete Trump und kündigte an: "Wir werden dagegen ankämpfen, wie noch nie jemand gekämpft hat."

Er werde nie nachgeben, sich beirren lassen oder aufhören zu kämpfen, rief der Ex-Präsident unter dem Jubel seiner Anhänger. Er will bei der Wahl 2024 erneut antreten und führt derzeit in Umfragen das Feld der republikanischen Bewerber an.

49-seitige Anklageschrift

In der Affäre um Trumps Umgang mit geheimen Regierungsunterlagen aus seiner Amtszeit hat die US-Justiz Anklage gegen ihn erhoben. Am Freitag wurde die 49-seitige Anklageschrift veröffentlicht. Darin werden sieben Kategorien von Vergehen aufgeführt, Trump werden insgesamt mehr als 35 Straftaten zur Last gelegt. Vorgeworfen wird ihm unter anderem eine Verschwörung zur Behinderung der Ermittlungen und die gesetzeswidrige Aufbewahrung höchstsensibler Informationen, darunter Details zu nuklearen Fähigkeiten der USA und anderer Staaten sowie militärische Notfallpläne der Vereinigten Staaten.

Trump hat unerlaubt Regierungsdokumente mitgenommen

Hintergrund ist Trumps Umgang mit geheimen Regierungsdokumenten nach seinem Abschied aus dem Weißen Haus. Die Bundespolizei FBI hatte im August sein Privatanwesen Mar-a-Lago in Florida durchsucht und dort zahlreiche Verschlusssachen aus seiner Amtszeit beschlagnahmt, einige mit höchster Geheimhaltungsstufe.

Trump sprach am Samstag erneut von Wahlbeeinflussung und warf einmal mehr Biden und seinen Demokraten vor, dies sei allein der Versuch, ihn vom Wiedereinzug ins Weiße Haus abzuhalten. "Sie betrügen, sie sind korrupt", kritisierte Trump und mahnte, die Demokraten müssten gestoppt und besiegt werden. Zugleich sagte er mit Blick auf die - inzwischen zweite - Anklage gegen ihn: "Das einzig Gute daran ist: Es hat meine Umfragewerte nach oben getrieben." Auch die Spendensammlungen seiner Wahlkampagne gingen "durch die Decke". (mss/dpa)

JTI zertifiziert JTI zertifiziert

"So arbeitet die Redaktion" informiert Sie, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte stammen. Bei der Berichterstattung halten wir uns an die Richtlinien der Journalism Trust Initiative.