Mit Spannung war Trumps erste Pressekonferenz nach der Wahl erwartet worden. Der Auftritt wird überschattet von neuen Vorwürfen über russische Aktivitäten. Der künftige Präsident lässt seiner Wut darüber freien Lauf.

Zu den Angriffen von Hackern auf US-Ziele, darunter die Demokratische Partei von Hillary Clinton sagte der künftige Präsident: "Was das Hacking angeht: Ich denke, es war Russland."
Etwas später antwortete Trump auf die ähnliche Frage schon anders: "Wissen Sie was, es könnten auch andere gewesen sein. "
Trump hatte sich in den vergangenen Wochen für ein besseres Verhältnis zu Russland ausgesprochen. Auf die Frage wie denn seine Beziehung zum russischen Staatsoberhaupt sei, sagt er: "Wenn Putin Donald Trump mag, dann betrachte ich das als Vorzug, nicht als Bürde, weil wir eine fürchterliche Beziehung zu Russland haben."
Donald Trump hatte überraschend die Wahl am 8. November gegen seine demokratische Konkurrentin Hillary Clinton gewonnen und wird am 20. Januar als 45. Präsident der Vereinigten Staaten ins Weiße Haus einziehen.
Auch zur umstrittenen Gesundheitsreform Barack Obamas findet der Republikaner klare Worte: "Sie werden stolz sein, was wir vorantreiben in Zusammenhang mit Gesundheitsfürsorge. Obamacare ist ein komplettes Desaster.
Zudem kündigte Trump in seiner Rede an, dass sein Firmenimperium künftig von seinen Söhnen geführt werden soll. Es werde eine Struktur haben, die ihn komplett vom Management enthebe: "Ich mache das, obwohl ich es eigentlich nicht müsste."
Trump umriss zugleich Prioritäten für die ersten Amtstage. Er versprach, unmittelbar nach dem 20. Januar mit Mexiko Verhandlungen über den Bau einer Mauer zu dem südlichen Nachbarland zu beginnen: "Es ist kein Zaun. Es wird eine Mauer sein. Sie haben das nur falsch berichtet. Wir werden eine Mauer bauen."
Zu seiner Beziehung zu Mexiko und den Mexikanern scheint es aber - für ihn persönlich - gut zu stehen: "Ich respektiere die Regierung von Mexiko. Ich respektiere das mexikanische Volk. Ich liebe das mexikanische Volk. Ich habe viele Mexikaner, die für mich arbeiten. Sie sind phänomenal."
Ob Amtsinhaber Barack Obama mit seinen erweiterten Sanktionen gegen Russland über das Ziel hinausgeschossen ist, wollen die Journalisten auch wissen: "Ich glaube nicht, dass er zu weit gegangen ist. Nein."