Fall Dschaber al-Bakr

Der 22-jährige Syrer Dschaber al-Bakr war seit einer Anti-Terror-Razzia in Chemnitz zunächst auf der Flucht. Er war einer Festnahme knapp entkommen. Bei der anschließenden Durchsuchung einer Wohnung, in der sich al-Bakr aufgehalten hatte, waren mehrere Hundert Gramm eines hochexplosiven Sprengstoffs gefunden worden. Er soll einen Bombenanschlag auf einen Berliner Flughafen geplant haben. Die Polizei fasste den 22-jährigen Syrer zwei Tage nach dem Sprengstofffund in der Wohnung eines Landsmanns. Den habe Al-Bakr am Leipziger Hauptbahnhof angesprochen und gefragt, ob er bei ihm schlafen könne. Der Syrer lud ihn demnach zu sich nach Hause ein und informierte am Abend die Polizei, nachdem er von der Fahndung gehört hatte. Die Polizisten fanden Al-Bakr gefesselt in der Wohnung. Am Donnerstag, 13. Oktober 2016, wurde Dschaber al-Bakr erhängt in seiner Zelle in der JVA Leipzig aufgefunden. Das Justizministerium in Dresden bestätigte den Tod und erklärte, Al-Bakr habe sich am Abend das Leben genommen. Politiker reagierten fassungslos und forderten Erklärungen. Der Pflichtverteidiger Al-Bakrs sprach empört von einem "Justizskandal".

Die Ungereimtheiten rund um den Suizid von Dschaber al-Bakr in der Justizvollzugsanstalt Leipzig sind bemerkenswert. Der Selbstmord des terrorverdächtigen Syrers wird völlig zu Recht als Justizskandal gewertet. Allein Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow kann keinen Skandal erkennen und lehnt einen Rücktritt ab. Zur juristischen Farce gesellt sich somit eine politische Posse. Ein Kommentar.

Die Medien kommentieren die Fehleinschätzung im Fall al-Bakr eindeutig: Sachsen hat ein Problem – und die zuständige Politik redet sich heraus. Mal wieder.

Einer der wichtigsten Gefangenen Deutschlands erhängt sich in seiner Zelle. Die sächsische Justiz erklärt, bei der Überwachung sei alles nach Vorschrift gelaufen. Die Medien üben nach dem Selbstmord von Dschaber al-Bakr scharfe Kritik.

Nach dem Suizid des terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr in der Justizvollzugsanstalt Leipzig steht die Frage im Raum, wie es dazu überhaupt kommen konnte. Auf die Erklärungen der sächsischen Justizbehörden folgten umgehend Vorwürfe und Anschuldigungen, falsche Entscheidungen hätten den Selbstmord des 22-jährigen Syrers erst möglich gemacht. Der Sachverhalt ist komplex.

Nach dem Suizid von Dschaber al-Bakr in der Justizvollzugsanstalt Leipzig sind mittlerweile einige Details zu den Umständen geklärt. Dennoch bleiben Fragen offen. Was wir über den Fall des 22 Jahre alten syrischen Terrorverdächtigen wissen und was nicht.

Auf einer Pressekonferenz haben Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow sowie Rolf Jacob, Leiter der Justizvollzugsanstalt Leipzig, Auskunft über die Hintergründe des Todes von Dschaber al-Bakr gegeben. Der 22 Jahre alte Terrorverdächtige aus Syrien hatte sich am Mittwochabend in seiner Zelle selbst das Leben genommen.

Der mutmaßliche Selbstmord von Dschaber al-Bakr hat heftige Reaktionen hervorgerufen. Der unter Terrorverdacht stehende Syrer hat in seiner Zelle in der JVA Leipzig Selbstmord begangen, obwohl akute Suizid-Gefahr bestanden haben soll. Nicht nur al-Bakrs Pflichtverteidiger, auch Politiker reagieren auf die Todesmeldung mit Empörung und Fassungslosigkeit.

Nach der zunächst fehlgeschlagenen Festnahme Dschaber al-Bakrs in Chemnitz sorgt der Freitod des Syrers erneut für Kritik an den sächsischen Sicherheitsbehörden. Wie kann es passieren, dass sich ein mutmaßlicher Selbstmordattentäter in U-Haft selbst tötet?

Die drei Syrer, die den mutmaßlichen Terroristen Dschaber al-Bakr in Leipzig gefangen, gefesselt und der Polizei übergeben haben, sollen nach Auffassung von Koalitionspolitikern mit Orden ausgezeichnet werden.

In der mutmaßlichen Bombenwerkstatt des Terrorverdächtigen Jaber al-Bakr hat die Polizei 500 Gramm vom Sprengstoff TATP gefunden. Was ist so gefährlich an dem Chemikaliengemisch, das die Dschihadisten "Mutter des Teufels" nennen?

Bei einem Anti-Terror-Einsatz wird hochbrisanter Sprengstoff in einer Chemnitzer Wohnung gefunden. Die Polizei fahndet bundesweit nach einem verdächtigen Syrer. Mittlerweile wurde bekannt: Der Terrorverdächtige Dschaber al-Bakr kam als Flüchtling nach Deutschland.

Spezialeinsatzkräfte stürmen eine Chemnitzer Wohnung; in dem Plattenbau soll ein Bombenbauer leben. Der mutmaßliche Islamist ist flüchtig, doch findet sich jede Menge Sprengstoff. Bis zum Abend herrscht quälende Ungewissheit: Wo steckt der junge Syrer?