Es war eines der großen Profilierungs-Themen in Trumps Wahlkampf: Das Gefangenenlager Guantánamo. Nun stimmte der amtierende US-Präsident erstmals der Verlegung eines Häftlings zu.

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Erstmals in der Regierungszeit von Präsident Donald Trump hat ein Insasse des berüchtigten US-Gefangenlagers Guantánamo das Lager verlassen können. Ahmed Mohammed Ahmed Haza al-Darbi sei nach Saudi-Arabien verlegt worden, teilte das US-Verteidigungsministerium am Mittwoch mit. Er soll den Rest seiner Strafe nun in dem Wüstenstaat absitzen.

Häftling bereitete für Al-Kaida Anschläge vor

Al-Darbi hatte sich am 20. April 2014 schuldig bekannt, für das Terrornetzwerk Al-Kaida Anschläge vorbereitet zu haben. Er erklärte sich bereit, gegen zwei weitere Insassen des Lagers auszusagen. Im Gegenzug sollte er nach vier Jahren nach Saudi-Arabien verlegt werden können.

Erbe aus der Bush-Ära

Damit befinden sich noch 40 Insassen in dem Lager in einem US-Marinestützpunkt auf Kuba. Es war nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 unter dem republikanischen Präsidenten George W. Bush errichtet worden, um mutmaßliche islamistische Terroristen ohne Prozess festzuhalten. Trumps Vorgänger Barack Obama wollte es schließen, scheiterte aber. Trump machte im Januar in einem Erlass klar, dass er an dem Lager festhalten will.  © dpa