Explosion in Ansbach: Ein Tatverdächtiger wird bei einer Explosion getötet, die Polizei spricht von 15 Verletzten, davon drei schwer. Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich um einen 27-jährigen Flüchtling aus Syrien handeln. Die aktuellen Entwicklungen im Live-Blog.

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16:46 Uhr: IS-Sprachrohr: Attentäter von Ansbach war Kämpfer der Terrormiliz

Der Attentäter von Ansbach war dem IS-Sprachrohr Amak zufolge ein "Soldat des Islamischen Staates". Das teilte Amak am Montag im Internet mit.

16:13 Uhr: De Maizière schließt psychische Störung nicht aus

Beim Bombenanschlag von Ansbach ist eine psychische Störung des Täters nicht auszuschließen. Das sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Montag in Berlin.

15:46 Uhr: Herrmann: Islamistische Überzeugung des Täters

Bei dem Anschlag handelt es sich um einen Terroranschlag mit islamistischer Überzeugung des Täters, sagte Herrmann. Der Mann beziehe sich auf Abu Bakr al-Baghdadi, den Anführer der Terrormiliz IS.

15:30 Uhr: Herrmann: Anschlagsdrohung des Täters vorhanden

Auf einem Handy gebe es eine Anschlagsdrohung des Täters selbst als Video, sagte Innenminister Herrmann. Der Täter kündige einen Racheakt gegen Deutsche an als Vergeltung, weil sie Muslime umbrächten. In einer ersten Übersetzung des arabischen Textes heiße es, der Täter handle im Namen Allahs.

15:16 Uhr: Herrmann: Bombe nicht nur für Selbstmord geeignet

Die Bombe war laut Herrmann ganz offensichtlich so konstruiert, dass sie nicht nur zum Selbstmord des Täters selbst geeignet war.

15:15 Uhr: Joachim Herrmann über Handy-Auswertung:

In der Unterkunft des Täters seien zwei Handys gefunden worden mit mehreren weiteren Sim-Karten sowie ein Laptop, sagte Herrmann. Eine erste Auswertung habe Hinweise darauf gegeben, dass Gewaltvideos mit islamistischer Ausrichtung und salafistischem Inhalt dabei seien. Das Allermeiste sei auf Arabisch.

15:13 Uhr: Bayerischer Innenminister Joachim Herrmann über Durchsuchung der Asylunterkunft:

"Bei der Durchsuchung der Asylunterkunft sei eine Fülle weiterer Materialien gefunden worden, die zum Bau weiterer Bomben geeignet gewesen wären, darunter Lötkolben und Batterien, sagte Herrmann."

14:49 Uhr: Merkel erschüttert über Gewalt in Ansbach und Reutlingen

Die Bundesregierung hat sich erschüttert über die Gewalttaten in Ansbach und Reutlingen gezeigt. "Wir trauern mit den Angehörigen der getöteten Frau in Reutlingen und sind in Gedanken bei den Angehörigen der Verletzten von Reutlingen und Ansbach", sagte die Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag in Berlin. Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die derzeit zu Hause in der Uckermark sei, werde laufend über die Ermittlungen informiert. Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) sei in Kontakt mit den Sicherheitsbehörden.

14:01 Uhr: Polizei spricht jetzt von 15 Verletzten

Bei der Bombenexplosion sind nach neuen Angaben der Polizei 15 Menschen verletzt worden, vier von ihnen schwer. Das sagte ein Polizeisprecher am Montag. Demnach schwebt aber keiner der Verletzten in Lebensgefahr. Zunächst waren die Ermittler von zwölf Verletzten ausgegangen.

13:50 Uhr: Wollte sich Tatverdächtiger gar nicht in Luft sprengen?

Des Weiteren berichtet der "Tagesspiegel" von Mutmaßungen von Sicherheitsexperten, wonach sich der Flüchtling aus Syrien gar nicht selbst in die Luft sprengen wollte. Der 27-Jährige sei vielmehr "dabei gewesen, den Rucksack abzulegen", schreibt die Zeitung in ihrer Online-Ausgabe. Dann ereignete sich die Explosion. Es sei "denkbar, dass Mohammed D. den Sprengsatz mit einer Fernzündung zur Explosion bringen wollte, möglicherweise über eines seiner beiden Handys".

13:38 Uhr: Bericht: Tatverdächtiger hat vor Anschlag telefoniert

Nach einem Bericht des Berliner "Tagesspiegel" hat der Tatverdächtige vor dem Anschlag telefoniert. Das will die Zeitung aus Sicherheitskreisen erfahren haben. Allerdings sei offen, mit wem sich der 27-Jährige ausgetauscht habe. Derzeit würden zwei Handys, die der Tatverdächtige besaß, ausgewertet. Der "Tagesspiegel" spekuliert, dass der Besitz von zwei Mobiltelefonen ein Indiz auf eine "klassisch terroristische Vorbereitung auf den Anschlag" sein könnte, da Terroristen bei geplanten Angriffen regelmäßig mehrere Handys verwendeten.

13:02 Uhr: US-Kasernen erhöhen Sicherheitsmaßnahmen

"Mitglieder der Militärgemeinde sollten beim Betreten des Truppenstandorts und innerhalb des Geländes mit Verzögerungen rechnen", hieß es auf der Homepage der amerikanischen Militärgemeinde in Ansbach am Montag. Bestimmte Zugänge zu Kasernen sollten bis auf weiteres geschlossen bleiben.

Der US-Militärstandort "USAG Ansbach" mit seinen acht Kasernen und rund 8000 Gemeindemitgliedern bildet die strategische Luftverkehrsdrehscheibe für die US-Landstreitkräfte in Europa.

12:44 Uhr: Innenministerium bittet um "Nachsicht mit allen Handelnden"

Innenministeriumssprecher Tobias Plate sagte: "Ich weiß nicht, ob am Ende Erkenntnisse rauskommen, dass es möglicherweise Staatsschutzrelevanz haben mag oder nicht." Er bat um "Nachsicht mit allen Handelnden".

Mit Bayern sei ein und dasselbe Bundesland innerhalb weniger Tage von furchtbaren Ereignissen schwer getroffen worden. "Alle handelnden Personen haben (...) in den letzten Tagen kaum Schlaf gefunden." Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen.

12:42 Uhr: Bisher kein Hinweis auf islamistischen Täter

"Bisher ist es einfach so, dass wir dafür keinen belastbaren Hinweis haben", sagte Innenministeriumssprecher Tobias Plate am Montag in Berlin. Des Weiteren wurde bisher keine Verbindungen zu terroristischen Gruppierungen festgestellt, sagte der Vizepräsident des Polizeipräsidiums Mittelfranken, Roman Fertinger. Auch sei bislang kein Bekennerschreiben gefunden worden.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte hingegen gesagt, er persönlich halte es für sehr naheliegend, dass es sich bei dem 27-jährigen Flüchtling aus Syrien um einen islamistischen Selbstmordattentäter handele.

12:31 Uhr: Regierung: Von Flüchtlingen geht keine besondere Terrorgefahr aus

Die Bundesregierung hat davor gewarnt, Flüchtlinge generell unter Terrorverdacht zu stellen. "Die meisten Terroristen die in den letzten Monaten in Europa Anschläge begangen haben, waren keine Flüchtlinge", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag in Berlin. "Diese Erkenntnis deckt sich mit aktuellen Untersuchungen, nach denen die Gefahr des Terrorismus nicht größer und nicht kleiner ist als in der übrigen Bevölkerung."

12:16 Uhr: Mutmaßlicher Täter von Ansbach sollte nach Bulgarien

Der syrische Flüchtling, der für die Bombenexplosion in Ansbach verantwortlich sein soll, sollte nach Bulgarien abgeschoben werden. Das sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Montag in Berlin. "Ich kann Ihnen zur Stunde nicht sagen, warum diese Abschiebung nicht vollzogen worden ist", fügte er hinzu. Abschiebungen lägen in der Zuständigkeit der Länder.

11:06 Uhr: Spurensicherung in Flüchtlingsheim

Die Polizei hat in Ansbach in einer Flüchtlingsunterkunft mehrere Gegenstände beschlagnahmt. Ob es sich bei dem ehemaligen Hotel in Ansbach um die Unterkunft des mutmaßlichen Täters handelte, wollte die Polizei am Montagvormittag nicht bestätigen. Mitarbeiter der Spurensicherung hatten am Morgen mehrere Kisten, Säcke und Tüten unbekannten Inhalts aus dem Gebäude getragen. "Im Umfeld des Verstorbenen sind Ermittlungen zugange, die wir aber derzeit noch nicht näher konkretisieren können", sagte ein Polizeisprecher. Auch am derzeit noch abgesperrten Tatort liefen die Ermittlungen weiter.

10:51 Uhr: Sozialamt Ansbach: Mutmaßlicher Täter war "unauffällig und nett"

Der mutmaßliche Täter war dem städtischen Sozialamt als "freundlich, unauffällig und nett" bekannt. Das sagte Reinhold Eschenbacher vom städtischen Sozialamt am Montag der Deutschen Presse-Agentur. "Der junge Mann war öfters als Asylbewerber hier und bei uns bekannt. Da ging es um soziale Leistungen", sagte er. In der fränkischen Stadt leben derzeit laut Oberbürgermeisterin Carda Seidel rund 600 Asylbewerber.

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Explosion in Ansbach: Polizei sichert Tatort und Beweise - Fotos

In der fränkischen Stadt hat am Sonntagabend ein 27-jähriger Flüchtling eine Bombe in der Nähe eines Open-Air-Konzerts explodieren lassen. Der Mann aus Syrien starb, zwölf Menschen wurden teils schwer verletzt.

08:31 Uhr: Hermann hält islamistischen Anschlag für möglich

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hält es für wahrscheinlich, dass der Bombenanschlag von Ansbach das Werk eines islamistischen Selbstmordattentäters gewesen ist. "Meine persönliche Einschätzung ist, dass ich es leider für sehr naheliegend halte, dass hier ein echter islamistischer Selbstmordanschlag stattgefunden hat", sagte Bayerns Innenminister Herrmann am frühen Montagmorgen der Deutschen Presse-Agentur.

Auf die Frage, ob der Täter im Zusammenhang mit der Terrormiliz "Islamischer Staat (IS)" stehe, sagte der Minister: "Es ist dies auf jeden Fall nicht auszuschließen." Konkrete Hinweise auf den IS gebe es allerdings noch nicht.

03:48 Uhr: Täter war in Behandlung

Der Täter sei wegen seiner Suizidversuche im Bezirksklinikum Ansbach behandelt worden.

03:47 Uhr: Motiv ist derzeit unklar

Ermittlungen laufen derzeit in Richtung Mord in 12 Fällen, Suizidversuch oder islamistischem Hintergrund. Die Motivlage sei derzeit aber noch völlig unklar.

03:43 Uhr: Polizei ermittelt

Art des Sprengsatzes ist noch nicht bekannt, die Polizei durchleuchtet gerade die persönlichen Hintergründe des mutmaßlichen Täters. Noch in der Nacht läuft die Personenabklärung, wie der Nürnberger Polizeivizepräsident Roman Fertinger sagte. Unklar war zunächst, in welchem Umfeld sich der 27-Jährige bewegte und woher er den Sprengstoff hatte.

03:41 Uhr: Herrmann spricht von Anschlag

Herrmann sagte, es sei leider ein weiterer schlimmer Anschlag, der gerade die Besorgnis der Menschen weiter verstärken dürfte. Daher sei eine restlose Aufklärung der Tat wichtig, um das Vertrauen in den Rechtsstaat wieder herstellen zu können. Am Montagabend hatte ein Flüchtling in einer Regionalbahn in Würzburg Menschen mit einer Axt angegriffen, am Freitagabend war ein junger Mann in München Amok gelaufen. Mehrere Menschen starben, viele wurden verletzt.

03:40 Uhr: Sonderkommission gegründet

Der Täter war in der Vergangenheit bereits straffällig geworden, in der Vergangenheit hatte der Täter Suizidversuche unternommen. Der Täter wohnte in einer Unterkunft in Ansbach, sagte der Minister.

03:36 Uhr: Vorsätzliche Explosion

Gegen 22:10 Uhr kam es unmittelbar im Zugangsbereich zu einer Explosion. Der Verdächtige wurde dabei getötet. 12 Menschen wurden verletzt, drei davon schwer. Mutmaßlicher Täter war ein 27-Jähriger Syrer, der vor zwei Jahren nach Deutschland gekommen war. Sein Asylantrag wurde abgelehnt.

03:34 Uhr: Pressekonferenz beginnt

Der Bayerische Innenminister Herrmann gibt einen Überblick über die Ereignisse.

03:29 Uhr: Art des Bombenanschlags von Ansbach noch unklar

Die Polizei hat derzeit keine Informationen darüber, um welche Form von Bombe es sich bei dem mutmaßlichen Anschlag von Ansbach handelt. Das müssten Spezialisten vom Landeskriminalamt klären, sagte ein Polizeisprecher in der Nacht zu Montag. Zudem gibt es weiterhin keine Informationen zur Identität des mutmaßlichen Täters, der durch die Explosion ums Leben gekommen war.

03:23 Uhr: Mutmaßlicher Täter von Ansbach wurde wiederbelebt

Der mutmaßliche Täter bei dem Bombenanschlag in Ansbach ist nach Angaben eines Polizeisprechers vor Ort wiederbelebt worden. Er erlag jedoch dann seinen schweren Verletzungen, sagte der Sprecher. Bei dem Schwerverletzten habe es "Zusammenhänge" mit der Detonation gegeben. Daher gehen die Ermittler laut dem Sprecher davon aus, dass es sich bei dem Toten um den Täter handele. Die Polizei suche jedenfalls nicht mehr nach einem Tatverdächtigen.

02:53 Uhr: Keine Lebensgefahr bei Verletzten

Laut Ansbachs Oberbürgermeisterin Carla Seidel sei nicht auszuschließen, dass es mehrere Explosionen gab. Die bisherige Zusammenfassung der Ereignisse.

02:27 Uhr: Was bisher bekannt ist

  • Kurz nach 22 Uhr wurde die Polizei über eine Explosion in der Pfarrstraße informiert
  • Eine Gasexplosion wurde ausgeschlossen, die Explosion wurde laut Polizei "vorsätzlich herbeigeführt"
  • Der Tatverdächtige kam bei der Explosion ums Leben
  • Derzeit werden 10 Verletzte gemeldet
  • Der Bereich wurde großräumig abgesperrt

02:13 Uhr: Polizei: Toter mutmaßlicher Tatverdächtiger

Das Musikfestival "Ansbach Open 2016" wurde abgebrochen. Bewohner können nicht in ihre Häuser zurück.

02:05 Uhr: Pressekonferenz in Ansbach gegen 03:00 Uhr

Die Behörden geben bekannt, dass es gegen 03:00 Uhr eine Pressekonferenz geben wird. Es wird damit gerechnet, dass auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) anwesend sein wird.

01:55 Uhr: Das ist bislang zur Detonation in Ansbach bekannt

Das bayerische Innenministerium hält einen Bombenanschlag im fränkischen Ansbach für möglich. Es verdichteten sich die Hinweise, dass es sich um eine "vorsätzlich herbeigeführte Explosion" handelt, sagte ein Ministeriumssprecher in der Nacht der dpa.

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Teaserbild: © picture alliance / dpa