Flüchtlingskrise in Deutschland und Europa

Es ist die größte Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland und Europa: Millionen Menschen fliehen weltweit vor Krieg, Verfolgung und Armut und machen sich auf den Weg nach Europa und Deutschland. Vor allem über die Balkanroute und das Mittelmeer kommen Tausende Flüchtlinge zu uns. Sie stammen aus Syrien, Afghanistan, dem Balkan oder aus Afrika und suchen bei uns Asyl. Allein in diesem Jahr werden in Deutschland über 800.000 Asylbewerber erwartet. Wie groß die Not der Flüchtlinge ist, welche Tragödien sich auf der Flucht der Menschen abspielen, wie Deutschland und Europa mit den Flüchtlingen umgehen und weitere Hintergründe und News zur Flüchtlingsproblematik, können Sie in den Artikeln in unserer Rubrik nachlesen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan droht, den Flüchtlingspakt mit der EU aufzukündigen. Angesichts von drei Millionen in der Türkei lebenden Flüchtlingen steigt die Sorge vor einer neuen Migrationswelle. Wie gut ist Europa auf dieses Szenario vorbereitet?

"Wenn Sie noch weiter gehen, werden die Grenzen geöffnet": Seit der erneuten Drohung des türkischen Präsidenten Erdogan, den Flüchtlingsdeal platzen zu lassen, herrscht Unruhe. Was kann die EU tun?

Der türkische Präsident Erdogan droht Europa mit der Aufkündigung des Flüchtlingsabkommens. Auf der Balkanroute geht Angst vor einem neuen Ansturm von Migranten um. Viel mehr als neue Zäune fällt den Transitländern bisher allerdings dazu nicht ein.

Die bulgarische Polizei hat nach Ausschreitungen im größten Flüchtlingszentrum des Landes etwa 400 Menschen festgenommen. Auch in einem Lager auf der griechischen Insel Lesbos kam es zu Ausschreitungen. Auslöser war ein Unfall mit zwei Toten.

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Ein in Baden-Württemberg lebender syrischer Flüchtling soll sich Material zum Bau von Waffen oder Sprengstoff verschafft haben.

Ungarns Regierungschef Viktor Orban ist im Parlament knapp mit einem Gesetz gegen die Flüchtlingsquote der Europäischen Union gescheitert. Bei der Abstimmung über eine entsprechende Verfassungsänderung votierten am Dienstag sowohl die Abgeordneten der Linksparteien als auch die rechtsextreme Jobbik-Partei gegen den Gesetzentwurf.

Mehr als 1.000 Bootsflüchtlinge hat die italienische Marine aus dem Mittelmeer geborgen und nach Palermo auf Sizilien gebracht. Bei dem Einsatz am Montag seien auch zehn Leichen gefunden worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

Im sächsischen Heidenau sind drei afghanische Flüchtlinge angegriffen und verletzt worden. Die Afghanen wurden aus einer 30-köpfigen Gruppe heraus beleidigt und angegriffen, wie die Polizeidirektion Dresden am Samstag mitteilte.

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Ihr Ort kann nicht ermittelt werden

Mehrere Teilnehmer waren seit Tagen im Hungerstreik. Die Polizei löste die Dauerversammlung nach eigenen Angaben aus Sorge um die Gesundheit der Protestierenden auf.

Seit Monaten streiten Brüssel und Ankara um die Visumfreiheit für Türken. Ankara verweigert ein Einlenken im letzten strittigen Punkt, will nun aber trotzdem Fortschritte sehen ...

Die Türkei hat der Europäischen Union mit der Aufkündigung des Flüchtlingsabkommens noch vor Ende dieses Jahres gedroht, sollte ihre Forderung nach Visafreiheit für türkische Bürger in der EU nicht bald erfüllt werden.

Erneut hat es im sächsischen Bautzen Auseinandersetzungen auf offener Straße zwischen Rechtsextremen und Asylbewerbern gegeben.

Alle Flüchtlinge haben das Lager im nordfranzösischen Calais wegen starker Brände verlassen. "Das Lager ist endgültig leer", sagte die Präfektin Fabienne Buccio am Mittwoch dem französischen Nachrichtensender BFMTV in Calais.

Im Flüchtlingscamp von Calais in Nordfrankreich sind Gasflaschen explodiert. Dabei wurde in der Nacht ein Flüchtling leicht verletzt, wie der Radiosender France Inter berichtete. Demnach gab es auch mehrere Brände.

Die meisten Grenzen in Europa sind unsichtbar geworden - Reisende bemerken sie kaum. Doch in der Flüchtlingskrise haben Deutschland und andere Länder wieder Kontrollen eingeführt. Werden sie noch einmal verlängert?

Die Räumung des riesigen Flüchtlingslagers im nordfranzösischen Calais beruht zunächst auf Freiwilligkeit. Die Menschen lassen sich in einer vom Staat hergerichteten Halle registrieren und besteigen Busse, die in verschiedene Regionen Frankreichs fahren. Bislang verläuft die Aktion friedlich. Doch das könnte sich ändern, denn es gibt Widerstand.

Bei der Flucht über das Mittelmeer sind nach UN-Angaben in diesem Jahr bereits mindestens 3.740 Menschen umgekommen. Damit sei zu befürchten, dass die Zahl der ertrunkenen Flüchtlinge bis Ende 2016 den Rekord des Vorjahres noch deutlich übersteigen werde, sagte ein Sprecher des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) am Dienstag in Genf. 2015 seien 3.771 Todesfälle registriert worden.

Die französischen Behörden haben die Räumung des Flüchtlingslagers in Calais fortgesetzt. Das bestätigte der Sprecher der Präfektur Pas-de-Calais am Dienstag.

Das Flüchtlingscamp im französischen Calais wird geräumt. Der Ort, an dem tausende Flüchtlinge darauf hoffen, nach England weiterreisen zu können. Calais ist der größte Slum Europas.

Seit Jahren leben mehrere Tausend Flüchtlinge im berüchtigten Lager von Calais an der französischen Küste des Ärmelkanals. Die Zustände vor Ort sind kaum zu beschreiben. Immer wieder kam es zu Gewaltausbrüchen und gefährlichen Zwischenfällen in den Röhren des Eurotunnels. Calais Bürgermeisterin erklärte, es hätte niemals so weit kommen dürfen. Wie also kam es zur Situation, die nun in der Räumung eskaliert?

Im Rahmen einer "humanitären Aktion" soll in Frankreich innerhalb von wenigen Tage das umstrittene Flüchtlingslager mit mehreren Tausend Flüchtlingen geräumt werden. Bereits am Sonntagabend kam es im Rahmen der Aktion zu Widerstand von Seiten einiger Migranten. Die Bildergalerie zeigt erste Bilder der ausreisenden Bewohner.

Sechs Monate vor der französischen Präsidentschaftswahl greift die Pariser Regierung durch - und lässt das umstrittene Flüchtlingslager in Calais räumen. Die Konsequenzen sind weitreichend.

Die Auflösung des Flüchtlingslagers im nordfranzösischen Calais hat begonnen. Vor einem Registrierzentrum in der Nähe des "Dschungel" genannten Camps warteten am Montagmorgen mehrere hundert Migranten. Sie sollen dort ab 8:00 Uhr befragt werden, bevor sie auf ganz Frankreich verteilt werden.

Das Handy von Bürgermeister Sven Schrade (SPD) klingelt wieder. Nach dem tödlichen Sprung eines jungen Flüchtlings aus dem fünften Stock eines Hauses muss er ständig erklären, was in Schmölln vorgefallen ist. Er will nicht den Eindruck entstehen lassen, seine Stadt im Osten Thüringens habe etwas gegen Flüchtlinge.

Die Polizei in Thüringen hat eine hetzende Stimmung während eines Suizids eines jungen Flüchtlings in Schmölln bestritten. "Wir haben dort keine Person brüllen hören oder ähnliches", sagte ein Sprecher der Landespolizei am Sonntag. Eine vom Schmöllner Bürgermeister als Quelle für die Aussage, es sei zu "Spring doch"-Rufen gekommen, genutzte Frau habe auf Nachfrage der Polizei sehr zurückhaltend und im Konjunktiv geantwortet.

Nach dem tödlichen Sprung eines Flüchtlings aus dem fünften Stock eines Hauses im thüringischen Schmölln ermittelt die Polizei weiter, ob ihn Anwohner zum Suizid ermuntert haben.

Ein Flüchtling stürzt in den Tod - und Schaulustige sollen ihn dazu ermuntert haben. Die Polizei in Thüringen prüft diese schweren Vorwürfe.

Mehrere Todesopfer und eine noch nicht überschaubare Anzahl an Vermissten: Nach Angaben der Hilfsorganisation Sea-Watch haben Bewaffnete vor der Küste Libyens Bootsflüchtlinge attackiert.

Deutschland, Österreich und Dänemark wollen wegen der Flüchtlingskrise eingeführte Grenzkontrollen bis ins nächste Jahr hinein verlängern. Ob sie das tun können, ist allerdings mehr und mehr fraglich. Denn einige EU-Partner sagen: So nicht.

Gegen die deutschen Pläne zur Verlängerung der Grenzkontrollen im Schengen-Raum baut sich Widerstand auf. Nach Angaben aus EU-Kreisen wollen mehrere Mitgliedstaaten beim Gipfel verlangen, dass dafür keine Genehmigung erteilt wird.

Seit Beginn des Jahres sind einem Zeitungsbericht zufolge bereits fast 800 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte verübt worden. Das Bundeskriminalamt (BKA) habe im laufenden Jahr 797 Straftaten gegen Flüchtlingsheime registriert, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe in ihren Mittwochausgaben. Für 740 Delikte sind laut dem BKA "rechtsmotivierte Täter" verantwortlich. Bei 57 Delikten kann eine politische Motivation noch nicht sicher ausgeschlossen werden.

Die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland ist weiter stark rückläufig. In den ersten drei Quartalen 2016 wurden 213 000 Zugänge registriert, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Mittwoch in Berlin.

Erst Würzburg und Ansbach, jetzt Chemnitz: Mit dem Flüchtlingsstrom gelangte auch der eine oder andere islamistische Terrorist nach Deutschland. Das Flüchtlingsbundesamt sieht sich gefordert - und setzt dabei auch auf den Schulterschluss mit den Sicherheitsbehörden.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller will einen Neustart in der deutschen Flüchtlingspolitik, mehr Hilfe für die Herkunftsländer - und verbindet den Appell mit einer Warnung an Flüchtende aus Afrika.

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich erneut zur Schließung der Balkan-Route. Wiederholt betont sie, dass dieses Vorgehen keine Probleme gelöst hat. Eine nachhaltige Lösung kann nur das EU-Türkei-Abkommen bringen, so Merkel.

Nachdem am Montag dieser Woche nach Angaben der italienischen Küstenwache an einem einzigen Tag bereits 6.055 Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet worden sind, kamen am Dienstag rund 4.600 weitere hinzu. Für zahlreiche Menschen kam die Rettung der Küstenwache allerdings zu spät, sie bezahlten die Überfahrt mit ihrem Leben.

Die Mehrheit der weltweit 21 Millionen Flüchtlinge werden von zehn Staaten aufgenommen, die für gerade einmal 2,5 Prozent der weltweiten Wertschöpfung verantwortlich sind. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International fordert deshalb einen weltweiten Verteilmechanismus.

Das ungarische Referendum über die EU-Flüchtlingspolitik ist gescheitert. Viktor Orbán feiert sich dennoch als Sieger. Viele EU-Politiker sehen den ungarischen Premier durch das Ergebnis geschwächt - doch es gibt auch mahnende Stimmen.

Ungarns starker Mann fordert die EU-Spitzen heraus. Seiner Anti-Flüchtlings-Abstimmung war aber kein wirklicher Erfolg beschieden. Viktor Orbán wird das jedoch nicht davon abhalten, weiter gegen "Brüssel" zu wettern.

Trotz der massiven Kampagne mit Elementen der Panikmache ließ sich keine Mehrheit der Ungarn an die Urnen locken. Regierungschef Orban lässt es an sich abprallen. Ihm reichen die mehr als drei Millionen Nein-Stimmen als Auftrag zur Fortsetzung seines Kampfes gegen die EU-Quoten.

Österreichs Außenminister Sebastian Kurz hat die Europäische Union aufgefordert, nicht länger an der von ihr beschlossenen Umverteilung von Flüchtlingen auf alle Mitgliedstaaten festzuhalten. "Das Ziel ist völlig unrealistisch", sagte Kurz der "Welt am Sonntag" unmittelbar vor dem Referendum in Ungarn über eine Teilnahme an der Umverteilung.

Ungarns Ministerpräsident Orbán ist strikt gegen die Aufnahme von Migranten und Flüchtlingen. Das will er sich vom Volk bestätigen lassen, in einem umstrittenen Referendum. Werden bald wieder Stimmen laut, die auch deswegen einen Rauswurf Ungarns aus der EU fordern?

Nicht ganz so heftig, aber ähnlich wie vor Wochen in Bautzen: In mehreren Städten geraten Flüchtlinge und Einheimische aneinander. Teilweise münden die Auseinandersetzungen in Gewalt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einen Kurswechsel in ihrer Flüchtlingspolitik nach dem Sommer 2015 bestritten. Weder gebe es die Notwendigkeit, noch habe sie einen solchen vollzogen.

Es ist Ende September - und erst jetzt ist klar, wie viele Flüchtlinge im vergangenen Jahr nach Deutschland kamen. Wie kann das sein? Über chaotische Monate und das Problem mit den Zahlen.

In Deutschland entspannt sich die Lage in der Flüchtlingskrise. Die Aufnahme funktioniert besser, die Notunterkünfte leeren sich. Vielerorts hat man gelernt.

1,1 Millionen Flüchtlinge hatte Bundesinnenminister de Maizière für das Jahr 2015 erwartet - jetzt sind es doch deutlich weniger. Wegen unerfasster Weiterreisen und Rückreisen ...

Immer mehr Flüchtlinge reisen illegal über die Schweiz nach Deutschland. Entwickelt sich eine neue Fluchtroute?

Die Türkei glaubt an eine rasche Lösung im Streit mit der EU um eine Aufhebung der Visumspflicht für türkische Staatsbürger. Derzeit laufen Gespräche mit der EU-Kommission. Die Türkei will die Visafreiheit "so schnell wie möglich".

Schläge, Tritte, Gefängnis: Um Asylsuchende abzuschrecken, gehen die ungarischen Sicherheitskräfte brutal gegen sie vor, behauptet Amnesty International. Die Regierung ...