Bombenalarm am Münchner Hauptbahnhof: Ein Sprengstoffhund hatte am Sonntag in der Haupthalle angeschlagen. Diese wurde komplett geräumt - rund eineinhalb Stunden später folgte die Entwarnung.

Hunderte Fahrgäste haben am Sonntagabend am Münchner Hauptbahnhof rund eineinhalb Stunden auf ihre Weiterfahrt gewartet. Ein Spürhund hatte gegen 18:05 Uhr einen Sprengstoff gewittert. Die Haupthalle wurde komplett geräumt, der Zugverkehr zwischen den Gleisen 16 bis 21 eingestellt. Der Bombenalarm hatte nichts mit den Flüchtlingsströmen zu tun, betonte ein Polizeisprecher schon vor der Untersuchung eines Entschärfungsteams.

Daraufhin fuhr ein Entschärfungs-Roboter in die Halle. Nach eineinhalb Stunden folgte die Entwarnung: keine Bombe. "Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Reisenden", sagte der Sprecher der Bundespolizei, Simon Hegewald. Um welchen Gegenstand es sich handelte, darüber machte er keine Angaben. Die Polizei gab daraufhin die Haupthalle wieder frei, die Menschen klatschten und strömten zu ihren Zügen.

12.000 Flüchtlinge kamen am Samstag nach München

Rund 4500 neue Flüchtlinge sind am Sonntag bis zum späten Nachmittag am Münchner Hauptbahnhof angekommen. Das teilte eine Sprecherin der Regierung von Oberbayern mit. Insgesamt etwa 5200 Flüchtlinge wurden von München aus in Unterkünfte innerhalb Bayerns sowie in andere Bundesländer gebracht. Dafür wurden fünf Sonderzüge sowie 42 Busse eingesetzt. Am Samstag hatten mehr als 12 000 Migranten die Landeshauptstadt erreicht.

Die deutsche Bundesregierung korrigiert ihren Kurs: Die ungebremste Einreise von Flüchtlingen nach Deutschland ist beendet. Das Schengen-Abkommen wird vorübergehend außer Kraft gesetzt. Zudem stehen die Züge zwischen Deutschland und Österreich still.

Mit Material der dpa.