Flüchtlingskrise in Deutschland und Europa

Es ist die größte Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland und Europa: Millionen Menschen fliehen weltweit vor Krieg, Verfolgung und Armut und machen sich auf den Weg nach Europa und Deutschland. Vor allem über die Balkanroute und das Mittelmeer kommen Tausende Flüchtlinge zu uns. Sie stammen aus Syrien, Afghanistan, dem Balkan oder aus Afrika und suchen bei uns Asyl. Allein in diesem Jahr werden in Deutschland über 800.000 Asylbewerber erwartet. Wie groß die Not der Flüchtlinge ist, welche Tragödien sich auf der Flucht der Menschen abspielen, wie Deutschland und Europa mit den Flüchtlingen umgehen und weitere Hintergründe und News zur Flüchtlingsproblematik, können Sie in den Artikeln in unserer Rubrik nachlesen.

Die Zahl der neuen Asylsuchenden in Deutschland ist im ersten Halbjahr deutlich zurückgegangen.

Erstmals waren 2015 weltweit mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Die aktuellen Zahlen des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR werfen die Frage nach der Verantwortung des Westens auf. Der Irakkrieg sei ein Kardinalfehler der vergangenen 25 Jahre gewesen, sagte der Politologe Thomas Jäger.

Die Bundesregierung stand am 13. September 2015 angesichts damals sprunghaft gestiegener Flüchtlingszahlen unmittelbar vor einer völligen Grenzschließung. Das berichtet die "Bild" (Donnerstag) unter Berufung auf interne Dokumente. 

Bei Schiffsuntergängen sind in den vergangenen sieben Tagen im zentralen Mittelmeer vermutlich mindestens 700 Migranten umgekommen. Die Zahlen gründeten sich auf Aussagen von Überlebenden.

Nach der Vereinbarung zwischen der Türkei und der EU gewinnt der Landweg nach Europa für Flüchtlinge wieder an Bedeutung. Schleuser weichen vor allem auf die wenig bewachte Grenze zwischen der Türkei und Bulgarien aus.

Videoaufnahmen aus Idomeni vom Sonntag zeigen den Einsatz von Blendgranaten und Tränengas. Menschen geraten in Panik, einige kollabieren.

Kein Schutzsuchender will aus Griechenland in die Türkei zurück. Die Menschen sind enttäuscht und verzweifelt. Die Spannungen entladen sich.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat drei Monate nach seinem Protestbrief gegen den Flüchtlingskurs von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Antwort bekommen - der Inhalt soll aber vorerst unter Verschluss bleiben. Die "Süddeutsche Zeitung" hat jedoch nach eigenen Angaben Einblick in den Inhalt des Schreibens.

Angela Merkel hat unter anderem für ihren humanitären Einsatz für Flüchtlinge den renommierten Four-Freedoms-Award erhalten. Aber ist diese Auszeichnung auch wirklich gerechtfertigt? Von der Willkommenskultur des Vorjahres hat sich die Kanzlerin schließlich längst verabschiedet.

Sicherheitsmitarbeiter in einer Erstaufnahmeeinrichtung in München sollen Flüchtlinge erpresst haben. Nun hat die Firma reagiert und die beschuldigten Mitarbeiter entlassen.

Im Mittelmeer hat sich nach italienischen Angaben erneut eine Flüchtlingskatastrophe ereignet. Die verunglückten Menschen waren demnach in Ägypten aufgebrochen.

Folgen der Flüchtlingskrise: Der Zustrom an Migranten reduziert Europas Wirtschaftsleistung. Grund sind die in vier Ländern eingeführten Grenzkontrollen. Der wirtschaftliche Schaden könnte zudem wachsen.

Das geplante "Grenzmanagement" am Brennerübergang zwischen Österreich und Italien erregt die Gemüter: Rom beschwert sich bei der EU-Kommission und verlangt eine Prüfung, ob die Kontrollen mit dem Schengen-Abkommen vereinbar sind.

AfD-Vize Alexander Gauland findet, man könne sich in der Flüchtlingsfrage "nicht von Kinderaugen erpressen lassen", Innenminister Thomas de Maizière erklärt, dass "wir jetzt einige Wochen ein paar harte Bilder aushalten müssen".

Historisch betrachtet ist es nichts Neues, doch fühlt es sich ungewohnt an: Das Verhältnis zwischen Deutschland und Österreich ist angespannt. Am Dienstag treffen die Außenminister und Vertreter beider Länder aufeinander. Wie ernst zu nehmen ist der neueste Bruderzwist?

Sie war das Gesicht der Wiener Asylwende und eine Verbündete von Horst Seehofer gegen Angela Merkel: Johanna Mikl-Leitner tritt als Österreichs Innenministerin zurück. Wird nun alles anders? Es sieht nicht danach aus.

Die Zahl klingt alarmierend und geistert seit dem Wochenende durch die Medien. Fast 6.000 minderjährige Flüchtlinge sollen im vergangenen Jahr in Deutschland verschwunden sein. Eine Politikerin der Grünen spricht von Zwangsprostitution und Ausbeutung. Medien spekulieren über ein mögliches Verbrechen. Doch die Gründe für die Statistik könnten viel profaner sein.

Im griechischen Grenzort Idomeni spitzt sich die Lage erneut zu: Hunderte Flüchtlinge haben die Grenze zu Mazedonien gestürmt. Die Polizei reagiert mit Tränengas und Blendgranaten.

Innenminister Thomas de Maizière (CDU) hat Kritik am Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei zurückgewiesen. Die deutschen Bürger müssten noch einige Wochen "ein paar harte Bilder" aushalten, dann ist die Flüchtlingskrise ausgestanden - vermutlich.

Droht eine neue Flüchtlingswelle? Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) spricht von Hunderttausenden Afrikanern, die aus Libyen nach Europa wollen. Das Problem: Teile des nordafrikanischen Landes sind in der Hand der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS).

Die Zahl der Einreisen von Flüchtlingen nach Deutschland sinkt im März auf 20.000. Das gibt Bundesinnenminister Thomas de Maizière bekannt.

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil will Österreichs Grenze künftig auch mit Soldaten schützen. Auch der EU-Türkei-Deal ändert daran nichts. Im Gegenteil.

Früher konnte er keiner Fliege etwas zuleide tun, jetzt tötet er Unschuldige für den sogenannten "Islamischen Staat" (IS): Der in Belgien geborene Marokkaner Hicham Chaib ist einer der vielen IS-Henker, die unzählige Menschen auf dem Gewissen haben. In einem Interview hat sich nun dessen Bruder, Mohammed Amin Chaib, darüber geäußert, welches Leid Hicham über die Familie bringt.

Comedian und Moderator Bernhard Hoëcker erklärt die Flüchtlingskrise in nur 80 Sekunden. In der "NDR Talk Show" erläutert er seine Sicht der Dinge - und wird dafür in den sozialen Netzwerken gefeiert.

Es sind Aufnahmen, die niemanden kaltlassen: Auch die zweite Episode "Ivine and Pillow" aus der Kurzfilm-Reihe "Unfairy Tales" lässt erahnen, wie sehr Kinder unter ihrer Flucht aus Syrien leiden.

Willkommenskultur oder Festung Europa? Nichts spaltet Europa derzeit mehr als die Frage, wie auf die aktuelle Flüchtlingsbewegung reagiert werden soll. Mit der EU-Türkei-Vereinbarung wurde erstmals eine gemeinsame, wenn auch umstrittene Strategie beschlossen.

Ende Februar hatte die umstrittene CDU-Abgeordnete Erika Steinbach mit einem Twitter-Foto zur Flüchtlingskrise für Empörung gesorgt. Das NDR-Magazin „Zapp“ hat nun den Ursprung des Fotos recherchiert, das eigentlich einem vollkommen anderen Zweck dienen sollte.

Ein "Kardinalfehler": So bezeichnet Beatrix von Storch (AfD) die Schusswaffen-Aussage der Parteivorsitzenden Frauke Petry (AfD). Die beiden tragen ihren Zwist offen über die Medien aus.

Noch immer erreichen Hunderte Flüchtlinge Griechenland. Die Lage in Idomeni bleibt kritisch.

Die Fluchtwege über den Balkan sind faktisch geschlossen, schon bahnt sich eine neue Migrationswelle über die zentrale Mittelmeerroute an. Experten rechnen mit bis zu 200.000 Flüchtlingen, die im Bürgerkriegsland Libyen auf die Überfahrt nach Italien warten. Das Mittelmeer droht erneut zum Massengrab zu werden.

Hunderte Migranten, denen es am Vortag nicht gelungen war, den mazedonischen Grenzzaun zu überqueren, sind am Dienstag wieder ins griechische Hinterland zurückgekehrt. Dies berichtete der Nachrichtensender Skai aus der Region des kleinen griechischen Grenzdorfes Chamilo. Rätselraten gibt es weiter über ein Flugblatt mit dem Aufruf zum Exodus.

Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) plädiert bei der Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU für geordnete Verhältnisse.

In der EU mehren sich kritische Stimmen zu dem geplanten Flüchtlingsabkommen der EU mit der Türkei. Österreich warnt, die EU dürfe sich nicht vor allem auf die Türkei verlassen. Den Flüchtlingen sollen alternative Wege durch Europa verbaut werden.

Das Foto des ertrunkenen Flüchtlingsjungen Aylan Kurdi ging im September 2015 um die Welt. Zwei Streetart-Künstler haben nun das Bild des Dreijährigen als Graffiti auf eine 120 Quadratmeter große Wand in Frankfurt am Main gesprüht.

Die Fluchtroute über die Balkanstaaten ist faktisch geschlossen. Nun wird spekuliert, auf welche Wege die Flüchtlinge ausweichen, um nach Deutschland zu gelangen. Bisher haben die Schlepper noch auf jede Veränderung blitzschnell reagiert.

In einem Beitrag der ORF-Sendung "Report" ging es am Dienstagabend um eine rechte Strömung, die unter dem Deckmantel des Frauenschutzes gegen Ausländer vorgehen will. In der Reportage kommen Demonstranten zu Wort, Experten kommentieren ihre Haltungen.

In der Diskussion um eine Lösung in der Flüchtlingskrise erweist sich die Türkei als harter Verhandlungspartner. Die zerstrittene EU könnte für eine Einigung einen hohen Preis zahlen - und läuft in Gefahr ihre eigenen Werte zu verkaufen.

In einem Interview mit CNN verteidigt Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner Obergrenzen für Flüchtlinge und Grenzschließungen auf der Balkanroute: Ohne nationale Maßnahmen sei die Einheit Europas gefährdet. Zudem fordert sie Hilfe vom "Rest der Welt".

Ein Beitrag der ORF-Sendung "Thema" widmet sich dem griechischen Dorf Idomeni, in dem über 10.000 Flüchtlinge festsitzen und vergeblich versuchen, über eine der Balkanrouten in die EU zu gelangen.

Der Entwurf der Schlusserklärung des Sondergipfels zwischen der EU und der Türkei sorgt für Irritationen. Vorgesehen ist darin die Feststellung, dass die sogenannte Balkanroute jetzt geschlossen sei. Kanzlerin Angela Merkel will dem offenbar nicht zustimmen. Weil eine Zustimmung eine Kehrtwende in ihrer Flüchtlingspolitik bedeuten würde?

Krieg, Hunger und Elend treiben Menschen aus aller Welt nach Europa. Die deutsche Gesellschaft hat sich noch nicht entschieden, wie sie damit umgehen soll. Die Reaktion der Öffentlichkeit reicht von Vorbehalten bis hin zu Rassismus, offenbart aber auch eine herzliche Willkommenskultur. In jedem Fall zwingt der Asylzuzug Deutschland zur Reflexion und zur Debatte. So werden Probleme offensichtlich, die schon lange existieren, nun aber gelöst werden müssen. Ein Überblick.

Österreichs Regierung kassiert viel Schelte, seit sie in der Flüchtlingskrise einen restriktiveren Ton anschlägt. Außenminister Sebastian Kurz sieht sich in seinen Befürchtungen bestätigt.

Die sitzen nur rum, die haben eh keine Lust auf irgendwas. Vorwürfe wie diese gehören zum Standard-Repertoire von Flüchtlingsgegnern. Doch unabhängig von ihren vorhandenen Qualifikationen dürfen die meisten Migranten für eine bestimmte Zeit überhaupt nicht tätig werden - selbst wenn sie das wollen. Dabei hängt es stets von ihrem exakten Aufenthaltsstatus ab, was sie wann tun dürfen – und maßgeblich davon, wie schnell die deutschen Behörden arbeiten. Ein Überblick.

Ein CSU-Chef, der die eigene Kanzlerin bei der kommenden Wahl nicht unbedingt unterstützen will und ein Vizekanzler, der damit droht, den Haushalt nicht zu verabschieden: Das öffentlich ausgetragene Zerwürfnis in der Koalition ist groß. Halten wird sie mit aller Wahrscheinlichkeit trotzdem. Aber etwas anderes könnte Merkel durchaus ernsthaft gefährlich werden.

Die Regierung in Athen rechnet damit, dass wegen der Schließung seiner Grenze zu Mazedonien in den kommenden Tagen mehr als 100.000 Migranten in Griechenland festsitzen könnten. Deswegen hat die Regierung ein EU-Hilfspaket in Höhe von 470 Millionen Euro beantragt. Östeerreich wirft Deutschland derweil vor, an den schlimmen Verhältnissen an der griechisch-mazedonischen grenze mitschuldig zu sein.

Aufschrei wegen Erika Steinbach: Geschlossen echauffieren sich Politiker aller Parteien über einen migrationskritischen Tweet von Erika Steinbach. Auch in den sozialen Netzwerken stößt ihre skurrile Zukunftsprognose für Deutschland auf Protest. Doch auf welchen Daten gründet die Vorhersage der CDU-Frau und wie realistisch ist sie? Der Steinbach-Tweet im Faktencheck.  

Die CDU-Politikerin Erika Steinbach ist mit einigen Tweets zur Flüchtlingsdebatte schwer in die Kritik geraten.

Die Ereignisse in der Flüchtlingskrise überschlagen sich. Österreichs Obergrenzen haben dem Land zahlreiche Gegner eingebracht. Viel wichtiger aber ist, dass dieser Alleingang Wirkung zeigt. Bestenfalls kommen aufgrund des erhöhten Drucks alle EU-Länder zur Einsicht, dass man sich den Problemen gemeinsam stellen muss.

Hunderte Flüchtlinge haben am Montagmorgen die griechisch-mazedonische Grenzanlage bei Idomeni gestürmt. Die Grenzschützer setzten Augenzeugenberichten zufolge Tränengas ein. Es soll Verletzte gegeben haben.

Nach der heftigen Kritik an einem Twitter-Beitrag, der indirekt vor einem überfremdeten Deutschland warnt, verteidigt sich die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach.