Seit Montag wartet ein Boot mit 600 geretteten Flüchtlingen zwischen Italien und Malta - und darf in keinem der beiden Länder anlegen. Nun zeichnet sich eine Lösung ab - Spanien will helfen und eine "Katastrophe" verhindern.

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Spanien wird die rund 600 Flüchtlinge an Bord des von Italien abgewiesenen Rettungsschiffs "Aquarius" aufnehmen. Das teilte die Regierung des sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez mit.

Das Schiff dürfe im Hafen von Valencia an der Ostküste Spaniens anlegen, damit "eine humanitäre Katastrophe" verhindert werde.

Italien verweigerte "Aquarius" Einfahrt in Hafen

Die "Aquarius" von Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée harrte am Montag im Mittelmeer zwischen Italien und Malta aus - an Bord Hunderte Migranten, die am Wochenende aus Seenot gerettet worden waren.

Italien verwehrte unter seiner neuen populistischen Regierung erstmals einem Rettungsschiff mit Flüchtlingen die Einfahrt in einen Hafen.

Angela Merkel zeigte sich besorgt

Deswegen hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besorgt über die Situation der Flüchtlinge geäußert.

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, die Kanzlerin rufe alle Beteiligten auf, "ihrer humanitären Verantwortung gerecht zu werden".

Deutschland sei schon lange der Auffassung, dass besonders durch die Migrationskrise belastete EU-Staaten wie Italien "nicht alleine gelassen werden dürfen", fügte Seibert hinzu. (am/dpa)

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