Nach den schweren Ausschreitungen am Donnerstag hatte es auch zum Auftakt des G20-Gipfels in Hamburg am Freitag wieder Konfrontationen zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben. Die bisherigen Ereignisse des Tages in der Ticker-Nachlese.

Hamburg G-20: Aktuelle News zu Ausschreitungen HIER im Live-Ticker

17:35 Uhr: Schwerverletzte auf Flucht vor der Polizei

Auf der Flucht vor der Polizei sind am frühen Freitagmorgen im Hamburg elf Anti-G20-Demonstranten schwer verletzt worden, wie nun bekannt wurde.

Wie die Feuerwehr mitteilte, stürzten sie bei dem Versuch, mit einer größeren Gruppe von Demonstranten in Hamburg-Bahrenfeld über eine Mauer mit Absperrgitter zu klettern, aus etwa vier Metern Höhe ab, weil das Absperrgitter unter der Last zusammenbrach.

Sie wollten sich den Angaben zufolge Zugang zu einem Firmengelände verschaffen. 13 Demonstranten, die sich zum Teil schwer am Kopf verletzten, wurden in Krankenhäuser gebracht.

65 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Hamburg waren mit zwölf Rettungswagen, fünf Notarzteinsatzfahrzeugen und zwei Löschfahrzeugen im Einsatz.

17:15 Uhr: Greenpeace-Aktivisten kommen übers Wasser

G20-Gegner versuchten mit Schlauchbooten, sich der Elbphilharmonie von der Wasserseite zu nähern.

Bei den Aktivisten handelte es sich um Mitglieder von Greenpeace.

Etwa 15 Boote näherten sich der Sperrung auf der Elbe mit hoher Geschwindigkeit.

Mehrere Aktivisten sprangen rund 200 Meter vor der Elbphilharmonie über die Sperrlinie ins Wasser, dort wurden sie von der Wasserpolizei umringt.

16:45 Uhr: Zusammenstöße nahe Elbphilharmonie

Unweit der Elbphilharmonie hat es Zusammenstöße zwischen gewalttätigen Linksautonomen und der Polizei gegeben.

Rund 200 Vermummte sind unter den Demonstranten, die offenbar näher an das Konzerthaus herankommen wollen.

Am Hotel Empire Riverside im Stadtteil St. Pauli wurden Scheiben eingeworfen. In der Elbphilharmonie soll am Abend ein Konzert für die Staats- und Regierungschefs des G20-Gipfels stattfinden.

Schon zuvor war es zu einer erneuten Eskalation der Gewalt gekommen. Die Polizei meldet "massiven Bewurf mit Gegenständen" im Stadtteil St. Pauli.

Reporter vor Ort beschreiben die Situation mit Worten wie "Straßenschlacht" und "Jagdszenen".

Die Zusammenstöße finden einen knappen Kilometer Luftlinie von der Elbphilharmonie entfernt statt.

Die Feuerwehr twitterte: "Lasst unsere Rettungskräfte an den #Landungsbruecken zu einem Notfall!! Wir kommen nicht durch!!"

16:00 Uhr: Straßenschlacht mit der Polizei

Gegenwärtig eskaliert die Situation in Hamburg erneut. Es fliegen Raketen, Böller, Flaschen und Steine.

Demonstranten liefern sich regelrechte Straßenschlachten mit der Polizei, die ihrerseits immer wieder Ausfälle in die einzelnen Gruppen unternimmt.

Mehrere tausend Demonstranten hatten sich zuvor am Millerntorplatz gesammelt. Darunter erneut ein Schwarzer Block mit mehreren Hundert Linksautonomen.

Der Zug hatte sich vom Millerntorplatz in Richtung Landungsbrücken in Bewegung gesetzt. Die Polizei ist mit einem massiven Aufgebot vor Ort. Auch Wasserwerfer fahren auf.


An den Landungsbrücken selbst haben sich ebenfalls Hunderte Demonstranten versammelt. Die Situation dort war zunächst noch friedlich.

Augenzeugen berichten, dass besonnene Demonstranten andere davon abhielten, Flaschen auf Polizisten zu werfen.

Der Hamburger Polizeipräsident Ralf Meyer rechnete bereits zuvor mit weiteren gewaltsamen Protesten von G20-Gipfelgegnern.

"Wir müssen davon ausgehen, dass es zumindest teilweise so weitergehen wird", sagte er. "Diese blinde Gewalt hat nichts mit dem Versammlungsrecht zu tun."

Mittlerweile sollen sich bereits 21.000 Polizisten in der Hansestadt aufhalten..

15:05 Uhr: Schwere Vorwürfe gegen Polizei

Im Streit über die Verhältnismäßigkeit des Polizei-Einsatzes bei den Demonstrationen rund um den G20-Gipfel, gehen die Meinungen erwartungsgemäß auseinander.

Polizeisprecher Timo Zill hatte das harte Vorgehen während der "Welcome to hell"-Demo am Donnerstag mit dem Verweis auf das Vermummungsverbot gerechtfertigt.

Wenn diese Menschen sich plötzlich vermummten, sei das sozusagen die Vorbereitung von Straftaten. Zill bezeichnete das Vorgehen als "alternativlos".

Rückendeckung gab es unter anderem von Bundesjustizminister Heiko Maas. Parlamentarische Beobachter der Linken sowie von Attac sprachen hingegen von Unverhältnismäßigkeit.

So sieht das auch Polizei-Experte Thomas Wüppesahl. Der Polizei-Einsatz habe "außerhalb jeder Rechtsstaatlichkeit" stattgefunden, sagt er im Interview mit "Zeit Online".

"Der Einsatz gegen die Autonomen erfolgte, nachdem viele der Vermummten die Sonnenbrillen abnahmen und die Tücher vom Gesicht zogen."

Und Wüppesahl wird noch deutlicher: Die Polizei habe den "Schwarzen Block" von der restlichen Demonstration trennen wollen und dabei durch den massiven Einsatz von Pfefferspray und Wasserwerfern die Gefährdung Unbeteiligter in Kauf genommen. "Das ist außerhalb jeder Verhältnismäßigkeit."


Die Rechtfertigungen der Polizei irritieren den Experten: "Wo sind wir? Das ist doch Türkei!"

Bei den Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel in Hamburg sind nach Angaben der Polizei bisher 159 Beamte verletzt worden.

Das Bündnis von G20-Gegnern hat den Polizeieinsatz indes scharf kritisiert. "Die Polizei hat erneut unnötig eskaliert und mit großer Brutalität Schlagstöcke und Pfefferspray eingesetzt. An mehreren Stellen sind Polizisten mit Bürgerkriegsgerät gegen friedliche Sitzblockaden vorgegangen", sagte Bündnissprecher Christian Blank.

Wegen massiver Pfefferspray- und Wasserwerfereinsätze der Polizei seien zahlreiche Demonstranten verletzt worden, es sei zu mehreren Knochenbrüchen gekommen.

14:30 Uhr: Situation bleibt weiter extrem angespannt

Kamera-Bilder vor Ort zeigen weiter eine hohe Präsenz an schwer gerüsteten Polizei-Kräften sowie an Demonstranten in den Straßen der Hamburger Innenstadt.

Immer wieder erheben sich lautstarke Sprechchören "Haut ab!", wenn Polizisten in Mannschaftsstärke erscheinen.

Davon abgesehen verhalten sich die Demonstranten aber friedlich. Mitglieder des berüchtigten "Schwarzen Blocks" scheinen sich bislang noch im Hintergrund zu halten.

14:10 Uhr: Dusche im Tränengas

Während der G20-Proteste in Hamburg spielen sich teils erschreckende, teils bizarre Szenen ab.

Das Foto einer jungen Frau, die von der Polizei mit einer Tränengas-Dusche von einem Räumfahrzeug geholt wird, sorgt für Aufsehen.


13:55 Uhr: Verstörende Videos aus Hamburg

Es sind Bilder und Video-Aufnahmen, die sich von jedweder politischen Agenda und vernünftiger Kapitalismuskritik enfremden.

Randalierer ziehen in Hamburg durch Wohnviertel und zünden zahlreiche Autos an. Auch Müllcontainer brennen.

Über der Stadt hängen schwarze Rauchschwaden. Die sprichwörtlichen Brennpunkte ereignen sich an verschiedenen Stellen der Stadt.

Über die sozialen Medien verbreiten sich zahlreiche private Video und auch Fotos, die das Ausmaß der Randale dokumentieren.

Auch N24-Reporterin Antje Lorenz ist fassungslos und hat die Szenen auf Youtube zusammengefasst.


13:25 Uhr: Polizei-Verstärkung nach Hamburg unterwegs

Mehrere Bundesländer haben Hamburgs Polizei Verstärkung zugesagt. Allein aus vier Ländern werden zusätzlich mehr als 850 Polizisten entsandt.

Darunter war Mecklenburg-Vorpommern mit zusätzlich 240 Beamten. Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Bayern wollten jeweils 200 zusätzliche Polizisten schicken, die sich von Mittag an auf dem Weg machten.

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Demo bei G20-Gipfel in Hamburg: Bilder der Gewalt

Autonome Gipfelgegner verwüsten ganze Straßenzüge, werfen Flaschen und Steine, Wasserwerfer der Polizei sind im Dauereinsatz.

Das niedersächsische Innenministerium schickte "einige Polizeikräfte" zur Verstärkung, die aber nicht näher beziffert wurden.

In Schleswig-Holstein kann deshalb die uneingeschränkte Erreichbarkeit kleinerer Polizeidienststellen nach Angaben des Landespolizeiamts nicht mehr garantiert werden.

Die Reviere als größere Einheiten sollten aber uneingeschränkt erreichbar bleiben. Der Funkstreifendienst werde ebenfalls in gewohntem Umfang gefahren, hieß es.

Vize-Landespolizeidirektor Joachim Gutt bat die Bürger um Verständnis. "Die Sicherheit in Schleswig-Holstein ist und bleibt gewährleistet", versicherte er.

13:00 Uhr: Melania Trump sitzt fest

Die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump ist von Demonstranten an der Teilnahme am Partnerprogramm des G20-Gipfels gehindert worden.

"Wir haben von der Polizei bisher keine Sicherheitsfreigabe zum Verlassen des Gästehauses", sagte eine Sprecherin von Melania Trump der Deutschen Presse-Agentur.

Melania Trump ist nicht die einzige aus der US-Delegation, die Probleme mit den Demonstrationen bekamen. Auch Außenminister Rex Tillerson stellten sich 500 Vermummte in den Weg. Hier lesen Sie mehr zu den Vorfällen.

12:20 Uhr: Polizei-Hubschrauber attackiert

Bei den Krawallen rund um den G20-Gipfel in Hamburg ist nach Polizeiangaben ein Hubschrauber der Polizei im Bereich Altona mit einer Leuchtrakete angegriffen worden.

Das Geschoss habe den Hubschrauber nur knapp verfehlt, hieß es. Zudem wurden die Scheiben des Konsulats der Mongolei laut Polizei eingeworfen.

Unbekannte hätten zudem die Reifen eines geparkten Wagens der kanadischen Delegation zerstochen.

Bei den Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel in Hamburg sind nach Polizeiangaben auch Objektschutzkräfte am Hotel Park Hyatt in der Altstadt angegriffen worden.

In dem Hotel sollen Russlands Präsident Wladimir Putin, Südkoreas Präsident Moon Jae und Australiens Premier Malcolm Turnbull übernachten.

12:00 Uhr: Polizei fordert Verstärkung an

Wie "Focus Online" berichtet, werden die Einsatzkräfte zur Sicherung des G20-Gipfels in Hamburg aufgrund der angespannten Lage aufgestockt.

"Die Anzahl der Polizisten wird nach den Krawallen und zur Bekämpfung der Guerillamaßnahmen der Links-Autonomen zu bekämpfen, angedickt", wird ein Polizeisprecher zitiert.

Aus Berlin seien bereits drei Hundertschaften nach Hamburg unterwegs, berichtet die "Welt".

"Wir können nur hoffen, dass sich die Gerüchte in Luft auslösen, wonach internationale Links-Extremisten parallel die Hauptstadt angreifen wollen. Denn diese Hinweise gab es seit geraumer Zeit", zitiert das Blatt einen ranghohen Polizeiführer.

Es gebe gegenwärtig "alarmierende Signale. Die Lage eskaliert", erklärt Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei in Berlin in der "Welt".

Die Polizei habe die Aufgabe die Grundrechte verteidigen. "Jetzt werden diese Grundrechte von gewaltbereiten Menschen mit Füßen getreten. Das betrifft nicht nur die Polizei. Sondern die gesamte Gesellschaft", so Jendro.

11:45 Uhr: Polizei erklärt Vorgehen bei G20-Randale

Die Polizei Hamburg hat die Kritik, sie sei bei der "Welcome to Hell"-Demo mit übertriebener Härte vorgegangen, zurückgewiesen. Hier lesen sie die kompletten Hintergründe.

Polizeisprecher Timo Zill sprach am Freitagmorgen im Deutschlandfunk von einer drohenden "unbeherrschbaren Sicherheitssituation".

Laut Polizeibericht hatten sich am Donnerstag zwei schwarze Blöcke aus jeweils 1.000 Teilnehmern gebildet, die sich bereits unmittelbar nach Beginn vermummt hätten.

"Viele trugen Rucksäcke mit der entsprechenden Wechselkleidung bei sich", hieß es. Die Beamten stoppten den Aufzug daraufhin und forderten, die Vermummung wieder abzulegen.

Zill sprach von 3.500 Extremisten vor Ort, die zuvor schwerste Gewalttaten angekündigt hätten. Wenn diese Menschen sich plötzlich vermummten, sei das sozusagen die Vorbereitung von Straftaten.

"Dann kann doch nicht von der Polizei erwartet werden, dass man mit diesen Menschen in bewohntes Gebiet geht. Das wäre unverantwortlich", sagte er. Zill bezeichnete das Vorgehen als "alternativlos".

11:20 Uhr: Randalierer legen in Hamburg zahlreiche Feuer

Auf Twitter kursieren mittlerweile Videos, in denen zahlreiche brennende Autos in ganzen Straßenzügen zu sehen sind.

G20-Gipfel Hamburg: Videos dokumentieren Gewaltexzesse

Über die sozialen Medien verbreiten sich zahlreiche private Video und auch Fotos, die das Ausmaß der Randale dokumentieren. © YouTube

Auf manchen dieser Video-Sequenzen rennen schwarz gekleidete Personen durch eine Fußgängerzone und beschmieren Wände, zertrümmern Schaufensterscheiben und zünden Pyrotechnik.

10:40 Uhr: Donald Trump umfährt G20-Gegner

US-Präsident Donald Trump hat sich mit dem Auto von seinem Quartier auf den Weg zum G20-Gipfelort in den Hamburger Messehallen gemacht.

Er nahm nicht die kürzere Route östlich der Alster, von der Polizisten zuvor eine Blockade geräumt hatten.

Stattdessen fuhr er um die Nordspitze der Außenalster herum und nahm dann den Weg westlich der Alster.

Sein gepanzerter Wagen, genannt The Beast, wurde von einer großen Polizeieskorte begleitet, die mit hoher Geschwindigkeit durch die Straßen fuhr.

10:25 Uhr: Justizminister verteidigt Polizei-Einsatz bei G20

Bundesjustizminister Heiko Maas hat die gewaltsamen Proteste zum Auftakt des G20-Gipfels in Hamburg verurteilt und das Vorgehen der Behörden gegen Randalierer verteidigt.

"Diejenigen, die Straftaten begehen unter dem Deckmantel des Demonstrationsrechts, die gehören nicht auf die Straße, sondern die gehören vor ein Gericht", sagte Maas am Freitag am Rande eines Treffens der EU-Justizminister in der estnischen Hauptstadt Tallinn.

Wichtig sei, dass Gewalttäter zur Rechenschaft gezogen werden. Nur dann könnten diejenigen, die friedlich demonstrieren wollen, dies auch tun.


"Dort wo Straftaten begangen werden in einer Stadt wie Hamburg, da müssen sie auch geahndet werden. Und die Hamburger Polizei hat das in aller Konsequenz in der letzten Nacht auch getan", sagte der SPD-Politiker.

Auch auf dem Kurznachrichtendienst Twitter betonte Maas: "Jede Meinung ist wichtig, jeder hat das Recht zu demonstrieren. Aber: Gewalt darf niemals Mittel der politischen Auseinandersetzung sein. #G20".

09:50 Uhr: Polizei räumt Trump-Route mit Wasserwerfern

Nach dem Einsatz eines Wasserwerfers räumt die Polizei nun eine Sitzblockade östlich der Alster. Beamte tragen die rund 80 bis 100 Demonstranten einzeln weg.

Damit ist die mögliche Protokollstrecke, die US-Präsident Donald Trump auf dem Weg zum G20-Gipfelort mit dem Auto nehmen könnte, jetzt frei.

Auf der Feldstraße wären Demonstranten gerade dabei, Straßensperren zu errichten, berichtet die Polizei.

Auch aus der Schröderstraße gibt es Berichte über Straßenblockaden. Die Polizei setzt auch hier Wasserwerfer ein.

09:30 Uhr: Vorwürfe auch an G20-Einsatz der Polizei

Bei der Krawallnacht vor dem Auftakt des G20-Gipfels in Hamburg hat es nach Angaben des sogenannten G20-Ermittlungsausschusses der Aktivisten zahlreiche verletzte Demonstranten gegeben.

Eine Sprecherin sagte am Freitagmorgen, sie könne keine Zahlen nennen. Aber: "Es sind viele, darunter auch Schwerverletzte."

Bereits am Donnerstag hatte es Vorwürfe gegeben, die Polizei habe mit einer konfrontativen Strategie zu einer Eskalation beigetragen, noch bevor Gegenstände geworfen wurden.

So war beispielsweise auch der mit einer Weste gekennzeichnete parlamentarische Beobachter Norbert Hackbusch von Polizisten massiv angegangen worden.

Jutta Ditfurth und "Linke"-Vertreter erklären, die Gewalt sei zunächst von der Polizei ausgegangen, ehe Gegenstände geworfen wurden.

Demo-Beobachter von Attac bestätigen diese Vorwürfe.

Die Hamburger Polizei ist seit Jahren für eine Nulltoleranz-Linie bekannt, die mit der sogenannten "Hamburger Linie" umschrieben wird.

09:17 Uhr: Polizei-Wache Altona wird angegriffen

Das Bundespolizeirevier in Hamburg-Altona werde von Gewalttätern angegriffen, teilte die Bundespolizei Nord per Twitter mit.


Die Bevölkerung wurde aufgerufen, den Bereich zu meiden und sich von Chaoten zu distanzieren. Auch am S-Bahnhof Veddel komme es zu einem Polizeieinsatz.

Die Bundespolizei berichtet via Twitter von beschädigten Dienstautos. Bei zwei Polizeiautos sind Scheiben eingeschlagen, eines ist mit schwarzer Farbe beschmiert.

Über dem Westen Hamburg hängt eine schwarze Rauchwolke, wie auf Fotos zu sehen ist. An mehreren Ecken der Stadt wurden Autos angezündet.

Auf einen Streifenwagen sei eine Brandflasche geworfen worden, er habe aber kein Feuer gefangen.

Zunächst hatte die Bundespolizei berichtet, mutmaßliche G20-Gegner hätten Streifenwagen in Brand gesetzt.

09:00 Uhr: Erneut schwere G20-Ausschreitungen in Hamburg

Nach der Krawall-Nacht im Anschluss an die "Welcome to hell"-Demo am Donnerstag, gibt es zum Auftakt des G20-Gipfels in Hamburg auch am Freitagmorgen wieder Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei.

G20-Gipfel: Aufnahmen von Demo und vom Morgen danach verdeutlichen Ausmaß.


G20-Gegner wollen in die Hochsicherheitszone rund um den Tagungsort Messehallen eindringen. In Altona eskaliert die Lage.

Die Bundespolizei teilte im Internetdienst Twitter mit, dass ein Bundespolizeirevier im Stadtteil Altona angegriffen worden sei.

Am dortigen Bahnhof würden Gewalttäter Brandsätze werfen, Streifenwagen würden brennen.

Zugleich starteten an verschiedenen Orten der Stadt Hunderte Demonstranten, um in die Hochsicherheitszone um den Tagungsort der Staats- und Regierungschefs vorzudringen und den Ablauf des Gipfels zu stören.

In Gruppen versammelten sie sich an den Landungsbrücken am Elbufer und am Verkehrsknotenpunkt Berliner Tor. Es kam zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. (mwo/dpa)


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