Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands hat in der Diskussion um das 9-Euro-Ticket Finanzminister Christian Lindner (FDP) kritisiert.

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"Menschen wissen nicht, wie sie über den Monat kommen sollen, Menschen sind verzweifelt, und dann von "Gratismentalität" zu sprechen, ist eine Frechheit", sagte Ulrich Schneider am Montag in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv. Lindner hatte zuvor die Finanzierung für eine Nachfolgelösung des 9-Euro-Tickets abgelehnt. Der FDP-Politiker sagte, er sei von einer "Gratismentalität à la bedingungsloses Grundeinkommen" auch im Öffentlichen Nahverkehr nicht überzeugt.

Lindner hatte argumentiert, dass Menschen auf dem Land günstigen Nahverkehr subventionieren würden. "Es wäre Aufgabe der Politik, jetzt den Personennahverkehr im ländlichen Raum auszubauen und nicht davon zu erzählen, dass es unfair wäre, wenn der eine einen Bus hat und der andere nicht", sagte Schneider. Er warb zudem für ein 365-Euro-Ticket. Das sei ökologisch und sozial vernünftig.  © dpa