Kurz vor der erwarteten Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump zum Atomabkommen hat Irans Präsident sein Land auf einen Ausstieg der USA aus dem Abkommen vorbereitet.

Mehr aktuelle News im Überblick

Seine Regierung wollte von Anfang an eine rationale, konstruktive Zusammenarbeit mit der Welt, "quasi eine Win-win-Situation für alle", erklärte Hassan Ruhani am Dienstag.

In den ersten Monaten könne es einige Schwierigkeiten geben, sagte der Präsident bei einem Treffen mit Vertretern des iranischen Ölministeriums. "Aber auch das werden wir überleben."

Donald Trump will am Dienstag um 14:00 Uhr Ortszeit (20:00 Uhr MESZ) bekanntgeben, wie er sich die Zukunft des Atomabkommens mit dem Iran vorstellt.

Der 2015 abgeschlossene Deal gilt als eines der wichtigsten, wenngleich auch als eines der umstrittensten internationalen Abkommen.

Ruhani hofft auf Deutschland, Frankreich und Großbritannien

Ruhani befürchtet einen Ausstieg Trumps aus dem Deal. Der iranische Präsident hofft jedoch, dass die anderen Verhandlungspartner, besonders das EU-Trio - Trio Deutschland, Frankreich und Großbritannien – im Deal bleiben und ihn vertragsgerecht umsetzen werden.

Der Atomdeal mit dem Iran wurde im Juli 2015 von den USA, China,
Russland und dem EU-Trio ausgehandelt.

Teheran verpflichtet sich darin, für mindestens ein Jahrzehnt wesentliche Teile seines Atomprogramms drastisch zu beschränken, um keine Atomwaffen bauen zu können.

Im Gegenzug wurden die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben und eine Normalisierung der Wirtschaftsbeziehungen mit dem Westen in Aussicht gestellt.© dpa