Der Kampf gegen die Auswirkungen von Drogen in der EU wird gestärkt. Die EU-Staaten gaben am Dienstag grünes Licht dafür, die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht mit Sitz in Lissabon in eine EU-Drogenagentur umzuwandeln.

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So soll die Agentur künftig stärker über EU-Grenzen hinweg aktiv sein und etwa die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen suchen und Drittländer in ihre Arbeit einbeziehen, teilten die EU-Staaten am Dienstag mit.

Zu den Hauptaufgaben der Agentur zähle unter anderem, Daten zu sammeln und zu analysieren. Durch diese könnten etwa Gefahrenabschätzungen zu neuen Entwicklungen, die sich negativ auf die öffentliche Gesundheit und Sicherheit auswirken könnten, ausgearbeitet werden. Insbesondere sollen künftig stärker die Probleme im Zusammenhang mit Drogenmärkten und dem Drogenangebot in den Blick genommen werden.

Illegale Drogen und Drogenhandel fügten der Gesellschaft immensen Schaden zu, sagte der schwedische Justizminister Gunnar Strömmer. Dank der EU-Drogenagentur werde die Europäische Union in Zukunft besser gerüstet sein, um Herausforderungen in diesem Bereich zu bewältigen.

Die entsprechenden Gesetzestexte zur Schaffung der Agentur sollen in Kürze im EU-Amtsblatt veröffentlicht werden. Die Entscheidung geht auf einen Vorschlag der EU-Kommission von Anfang vergangenen Jahres zurück. Nach Zahlen aus dem jüngsten Europäischen Drogenbericht starben 2020 in der EU 5796 Menschen durch eine Überdosis oder an den Folgen ihres Drogenkonsums. Das waren etwa 13 Prozent mehr als 2019.  © dpa

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