Der US-amerikanische Verteidigungsminister James Mattis warnt vor den Folgen eines Krieges mit Nordkorea. Diese wären "katastrophal", sagt er in einem Interview mit dem TV-Sender CBS.

"Ein Konflikt in Nordkorea würde vielleicht der schlimmste Kampf im Leben der meisten Menschen sein", warnt US-Verteidigungsminister James Mattis in der Sendung "Face the Nation".

Das nordkoreanische Regime habe Hunderte Artilleriegeschütze und Raketenwerfer, die dicht besiedelte Gegenden treffen könnten. Unter anderem die südkoreanische Hauptstadt Seoul, in der rund 10 Millionen Menschen leben.

Nordkorea sei eine "Bedrohung der umliegenden Regionen", sagt Mattis. Damit meint der US-Verteidigungsminister auch Japan, China und Russland.

"Sollte es wirklich zu Gefechten kommen, wäre es im Endeffekt ein katastrophaler Krieg", so Mattis. Er plädiert dafür, eine diplomatische Lösung für den Konflikt mit Nordkorea anzustreben.

USA simulieren Raketenangriff

Die USA haben am Mittwoch erfolgreich den Abschuss einer Interkontinental-Rakete simuliert, wie sie von Nordkorea abgefeuert werden könnte. Die Test-Rakete sei abgefangen und "vollständig" zerstört worden, sagte der Direktor der US-Raketenabwehr-Agentur (MDA), Jim Syring, am Mittwoch bei einer telefonischen Pressekonferenz.

Die Übung kostete nach Angaben der MDA 244 Millionen US-Dollar. Syring sagte, die nächste Simulation sei für den Herbst 2018 geplant.

Nordkorea arbeitet an Langstreckenraketen

Nordkorea hatte zuletzt mehrere Raketen getestet. Das international isolierte Land arbeitet auch an Langstreckenraketen, die einen Atomsprengkopf bis in die USA tragen könnten.

Es gilt aber als unwahrscheinlich, dass Nordkorea schon so weit ist.

Erst am Wochenende testete Pjöngjang eine ballistische Kurzstreckenrakete. Die USA hatten ihre Militärpräsenz im Pazifik in den vergangenen Wochen aufgestockt. (dpa/am)