Bundesaußenminister Heiko Maas versichert dem Iran, trotz des Ausstiegs der USA zu dem Atomabkommen zu stehen. Die Sicherheit Europas sei ansonsten gefährdet.

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Bundesaußenminister Heiko Maas hat dem Iran zu Beginn der Gespräche über eine Rettung des Atomabkommens versichert, dass die Bundesregierung alle Instrumente zum Erhalt der wirtschaftlichen Anreize prüfen werde.

Maas: "Wird nicht einfach"

"Einfach wird das nicht werden. Das ist uns allen klar", betonte er aber am Dienstag in Brüssel.

Bei dem Treffen der Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens sowie der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini mit dem iranischen Außenminister Mohamed Dschawad Sarif werde es zunächst einmal darum gehen, sich die Erwartungen Teherans anzuhören.

Europas Sicherheit ist in Gefahr

Maas betonte erneut, wie wichtig das Abkommen für Europa sei. "Klar ist, dass die Sicherheitsinteressen Europas durch dieses Abkommen unmittelbar tangiert sind", sagte er.

"Ohne dieses Abkommen wird es mehr Unsicherheit, mehr Ungewissheit geben, wie die Entwicklung im Iran und im Nahen und Mittleren Osten sein wird, und das wollen wir verhindern indem wir zu der Atomübereinkunft mit dem Iran stehen."

Trumps einsame Entscheidung

US-Präsident Donald Trump hatte vor einer Woche den Ausstieg aus der Vereinbarung von 2015 angekündigt, die eine iranische Atombombe verhindern soll. Die USA wollen nun die gestoppten Wirtschaftssanktionen wieder einsetzen.

In den Gesprächen mit dem Iran wird es unter anderem darum gehen, wie europäische Unternehmen vor Nachteilen auf dem US-Markt geschützt werden können, wenn sie mit dem Iran Geschäfte machen.

An dem Abkommen sind neben den USA und den drei europäischen Ländern auch noch Russland und China beteiligt.  © dpa

Teaserbild: © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa