Bundesaußenminister Heiko Maas ist es bei seinem ersten Besuch im neuen Amt in den USA nicht gelungen, den mächtigen atlantischen Partner bezüglich des Atomabkommens mit dem Iran von der Stelle zu bewegen.

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Der Antrittsbesuch von Bundesaußenminister Heiko Maas in Washington hat keinerlei Annäherung im Streit zwischen der EU und den USA über das Atomabkommen mit dem Iran gebracht.

Maas zieht ernüchterndes Fazit

"Wir schlagen zwei völlig unterschiedliche Wege ein", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch nach einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen Mike Pompeo. Es seien nur bekannte Positionen ausgetauscht worden. "Ich glaube, dass wir von einem Kompromiss noch weit entfernt sind."

Allerdings zeigte sich Maas zu dem von Pompeo vorgeschlagenen Außenministertreffen der drei europäischen Vertragsstaaten und der USA bereit.

Europa gegen Amerika

Die USA sind aus der Vereinbarung zur Verhinderung einer iranischen Atombombe ausgestiegen, weil sie ihnen nicht weit genug geht. Alle anderen Vertragsparteien - darunter Deutschland, Frankreich und Großbritannien - wollen das Abkommen dagegen retten.

Maas betonte erneut die "große Geschlossenheit" der Europäischen Union insgesamt in dieser Frage. Die EU-Staaten würden nun weiter an konkreten Maßnahmen zur Rettung des Abkommens arbeiten.

Ergebnislose Gespräche

Maas hatte vor seinem Gespräch mit Pompeo auch mit dem Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, geredet - ohne konkrete Ergebnisse beim Thema Iran.

Pompeo hatte am Mittwoch im Kongress das Vierer-Treffen mit den Europäern für Mitte Juni vorgeschlagen - ohne einen Ort zu nennen.  © dpa

Teaserbild: © Andrew Harnik/AP/dpa