Markus Söder (CSU) ist neuer bayerischer Ministerpräsident. Der Landtag wählte den 51-Jährigen am Freitag in München zum Nachfolger von Horst Seehofer (CSU), der als Bundesinnenminister nach Berlin gewechselt ist.

Markus Söder übernimmt in Bayern. Der bisherige Finanzminister erhielt im bayerischen Landtag im ersten Wahlgang 99 der abgegebenen 169 Stimmen. 64 Abgeordnete stimmten mit Nein, 4 enthielten sich, 2 Stimmen waren ungültig.

Die CSU stellt in dieser Legislatur 101 der 180 Abgeordneten und hat damit die absolute Mehrheit. Zwei von ihnen fehlten bei der geheimen Abstimmung entschuldigt. Söder nahm die Wahl an.

Mit seinem Ergebnis erzielte der bisherige bayerische Finanzminister und CSU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 14. Oktober ein besseres Ergebnis als Seehofer 2013. Auf den amtierenden CSU-Chef entfielen damals 100 von 176 abgegebenen Stimmen.

CSU-Machtkampf geht mit Söder-Wahl endgültig zu Ende

Seehofer war mit Ablauf des vergangenen Dienstags von seinem Regierungsamt zurückgetreten, er war bereits am Mittwoch in Berlin zum neuen Bundesinnenminister in der großen Koalition ernannt worden.

Dem Rücktritt Seehofers war ein teils scharfer Machtkampf nach der Pleite der CSU bei der Bundestagswahl im vergangenen September vorausgegangen.

In der Folge hatten immer weitere Teile der Parteibasis und schließlich auch mehrheitlich die Landtagsfraktion darauf gedrungen, dass Seehofer auf seine Spitzenkandidatur und den Regierungsposten noch vor Ablauf der Legislaturperiode verzichtet.

Nach der Wahl applaudierte die CSU-Fraktion Söder minutenlang, zu den ersten Gratulanten zählte auch Seehofer.  © dpa