Martin Schulz knöpft sich Donald Trump vor - und das ausgerechnet auf dessen Lieblingsterrain Twitter. Auslöser ist ein Tweet des US-Präsidenten, in dem er das Treffen seines Sohns Donald Jr. mit der russischen Anwältin Natalia Veselnitskaja verteidigt.

Die "Russland-Affäre" lastet weiter schwer auf den Schultern der Familie um US-Präsident Donald Trump.

Mehr Informationen zu Donald Trump

Seit Monaten halten sich Gerüchte, dass Moskau aktiv dazu beigetragen habe, Trump zum Wahlsieg über Hillary Clinton zu verhelfen.

Neue Nahrung erhielten diese Vorwürfe vor wenigen Tagen, als bekannt wurde, dass sich Trumps Sohn Donald Jr. während des Präsidentschaftswahlkampfs im Juni 2016 mit der russischen Anwältin Natalia Veselnitskaja getroffen hatte.

Aus von Trump jr. unlängst selbst bei Twitter veröffentlichten E-Mails geht hervor, dass Veselnitskaja angeblich brisante Informationen über Clinton besitzt.

Trump Jr. war wegen dieses Geheimtreffens stark unter Beschuss geraten.

Donald Trump nimmt Sohn in Schutz

Der Unterstützung seines Vaters kann sich Trump jr. jedoch gewiss sein.

Bei Twitter nahm der US-Präsident seinen Sohn am Montag in Schutz und schrieb: "Die meisten Politiker wären zu einem Meeting gegangen, wie das, an dem Don jr teilgenommen hat, um an Informationen über einen Gegner zu kommen. Das ist Politik!"

Diese Meinung teilt einer allerdings ganz und gar nicht: Martin Schulz.

Der SPD-Kanzlerkandidat antwortete Trump sogar direkt auf seinen Tweet. "Ich wäre da nicht hingegangen. Das ist nicht Politik", schrieb der 61-Jährige.

Bildergalerie starten

Karikaturen

Nachrichten aus der Politik sind langweilig und dröge? Unsere aktuellen Karikaturen beweisen das Gegenteil - jeden Tag aufs Neue.

Eine ungewöhnliche Reaktion, da die meisten deutschen Politiker sich mit Kritik an Trump auf Twitter bislang zurückhielten.

Letztlich sitzt Trump hier aber am längeren Hebel: Martin Schulz wäre nicht der erste, der es beim US-Präsidenten auf Liste blockierter Twitter-User schafft. (tfr)

Mehr Informationen zur Bundestagswahl