Merkel-Nachfolgerin Annegret Kramp-Karrenbauer

Sie galt als Wunschnachfolgerin Angela Merkels. Ende 2018 wurde Annegret Kramp-Karrenbauer, auch AKK genannt, zum Vorsitzenden der CDU gewählt. Der Werdegang der Frau, die bald Deutschland regieren könnte.

Annegret Kramp-Karrenbauer ist 1962 in Völklingen im Saarland geboren und wächst im nahen Püttlingen auf. Sie hat drei erwachsene Kinder und ist mit dem Bergbauingenieur Helmut Karrenbauer (links) verheiratet. Von 1984 bis 1990 studiert sie Rechts- und Politikwissenschaften in Trier und Saarbrücken.
1981 tritt sie in die CDU ein und wird bereits 1985 in den Stadtrat Püttlingens gewählt. In der Jungen Union ist sie von 1985 bis 1988 Teil des Landesvorstands und lernt den späteren saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller kennen. Nach Abschluss ihres Studiums zieht es sie in die Politik. 1991 wird sie Grundsatz- und Planungsreferentin der Saar-CDU. Die Aufnahme zeigt sie 1998 mit anderen CDU-Politikern.
1998 sieht es sogar danach aus, als ob AKK in die Bundespolitik wechseln würde. Die Saarländerin wird als Nachrückerin für Klaus Töpfer Mitglied des Bundestags in Bonn. In der Bundestagswahl im September 1998 unterliegt sie allerdings in ihrem Wahlkreis Saarbrücken-Land der SPD-Kandidatin und verpasst den Wiedereinzug. Stattdessen wird sie persönliche Referentin für den CDU-Spitzenkandidaten Peter Müller.
In der Landtagswahl 1999 erringt die Saar-CDU schließlich nach 14 Jahren Opposition einen großen Wahlerfolg und die absolute Mehrheit. Peter Müller wird Ministerpräsident und Annegret Kramp-Karrenbauer, mittlerweile Landesvorsitzende der Frauenunion, zieht erstmals in den Landtag ein. Dort wird sie sogar parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion.
Nach dem Rücktritt des saarländischen Innenministers Klaus Meiser ernennt sie Ministerpräsident Müller sogar zu dessen Nachfolger. Damit wird Annegret Kramp-Karrenbauer im November 2000 zur ersten weiblichen Innenministerin Deutschlands. Sieben Jahre lang leitet sie das Innenministerium und erarbeitet sich in der Zeit einen Ruf als kompetente Politikerin.
Trotz ihres politischen Amtes verlernt die Politikerin nicht das Feiern, insbesondere zu traditionellen Festlichkeiten. Hier ist die Innenministerin zur Faschingsparty der Landesregierung als Polizistin verkleidet. Im Ministerium Arbeit, Gesundheit und Soziales ging es zum Weiberfasching 2001 bunt her.
2004 verteidigt die CDU ihre absolute Mehrheit bei der Landtagswahl. AKK bleibt noch bis 2007 Innenministerin. Anschließend wechselt sie ins Bildungsministerium. Seit 2003 ist sie zudem stellvertretende Bundesvorsitzende der Frauenunion.
Hier setzt sie Anfang 2009 in ihrer Rolle als Kultusministerin den symbolischer Spatenstich zum Beginn der Bauarbeiten am Theater Überzwerg in St. Arnual. Ihre Amtszeit als Kultusministerin sollte kurz bleiben. In der Landtagswahl 2009 verliert die CDU ihre absolute Mehrheit und muss eine Jamaika-Koalition eingehen. AKK wird Ministerin für Arbeit, Familie, Soziales, Prävention und Sport.
2011 folgt ihr nächster großer Karrieresprung: Nachdem Ministerpräsident Peter Müller seinen Rückzug aus der Politik verkündet hat, schlägt er Annegret Kramp-Karrenbauer als Nachfolger für den Parteivorsitz und den Posten des Ministerpräsidenten vor. Sie Saar-CDU wählt sie mit großer Mehrheit zur Vorsitzenden. Hier steht sie neben dem stellvertretenden Landesvorsitzenden Stephan Toscani.
Die Wahl zur Ministerpräsidentin gestaltet sich etwas holpriger. Im ersten Wahlgang erhält sie überraschend nicht die nötige Anzahl an Stimmen. Im zweiten Wahlgang klappt es dann doch noch. So wird sie 2011 am 10. August 2011 zur ersten weiblichen Ministerpräsidentin des Saarlands vereidigt.
Nach internen Queleren in der FDP-Landtagsfraktion teilt AKK im Januar 2012 die Auflösung der Regierungskoalition mit. Für die anstehenden Neuwahlen bestimmt die Saar-CDU AKK als Spitzenkandidatin. In der Landtagswahl 2012 schafft es die CDU mit 35 Prozent vor der SPD zu landen. Somit bleibt AKK Ministerpräsidentin einer großen Koalition mit der SPD des Landesvorsitzenden Heiko Maas.
Hier ist Annegret Kramp-Karrenbauer während einer Rede Oskar Lafontaines in einer Plenarssitzung des Landtags im Saarland zu sehen.
2012 wird Annegret Kramp-Karrenbauer 50 Jahre alt. Gefeiert wird mit der Landtagsfraktion im Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Hier bekam sie von der "Bild"-Zeitung eine Seite zu ihrem Geburtstag geschenkt. Neben ihr steht ihr Ehemann Helmut Karrenbauer.
Als Ministerpräsidentin des Saarlandes bleiben ihr Tradition und Bräuche wichtig. Hier halten die Narren am 5. Januar 2014 Einzug in die Saarländische Staatskanzlei. Um 11:11 Uhr beginnt der traditionelle Empfang für den Verband saarländischer Karnevalsvereine. Annegret Kramp-Karrenbauer begrüßt einige der rund 500 Närrinnen und Narren.
Hier ist sie zwei Jahre später als Putzfrau des Landtages bei der Narrenschau in der Kulturhalle Saarlouis Roden zu sehen. Die Narrenschau wird vom Karnevalsverein Karo-Blau-Gold Roden ausgerichtet.
Während ihrer Zeit als Ministerpräsidentin beginnt auch ihr Aufstieg in der CDU. Seit 2010 ist sie Mitglied im Bundespräsidium und Vorsitzende des CDU-Bundesfachausschuss für "Familie, Senioren, Frauen und Jugend". Sie wird zu einer der engsten Vertrauten von Kanzlerin Angela Merkel. Hier ist sie auf dem CDU-Parteitag in Köln 2014, zusammen mit Wolfgang Schäuble und Angela Merkel.
2017 ist wieder Wahljahr im Saarland und AKK will ihre Ministerpräsidentschaft verteidigen. Hier stellt sie im Februar 2017 das Wahlplakat zur kommenden Landtagswahl vor.
Im März 2017 nimmt die Ministerpräsidentin an einer Demonstration gegen Rechts teil. Rund 4.000 Demonstranten, darunter viele Spitzenpolitiker, ziehen ziehen durch die Saarbrücker Innenstadt zum Schloss. Dort findet der Bundesparteitag der NPD statt.
Für die Landtagswahl bekommt Annegret Kramp-Karrenbauer sogar Unterstützung von ganz oben. Hier ist Angela Merkel mit AKK bei einer Wahlkampfveranstaltund der Saar-CDU zum symbolischen Abschluss des Landtagswahlkampfes. Die Wahl findet am Sonntag den 26. März 2017 statt.
Am Wahlabend gelingt AKK und ihrer CDU schließlich ein klarer Wahlerfolg. Sie verbessert ihr Ergebnis und holt über 40 Prozent der Stimmen. Auf der Wahlparty lässt sich die wiedergewählte saarländische Ministerpräsidentin feiern.