Die SPD will bei den geplanten Initiativen des Bundes für mehr bezahlbare Wohnungen aufs Tempo drücken. Sie werde bei dem Thema "jetzt Dampf machen", sagte die Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Andrea Nahles am Freitag in Wiesbaden.

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"Ohne Zubau von Wohnungen wird es keine wirkliche Entlastung geben." Daher sei im Koalitionsvertrag mit der Union festgehalten, dass bundesweit 1,5 Millionen neue Wohnungen entstehen sollen. Für mehr bezahlbaren Wohnraum ständen aus verschiedenen Quellen vier Milliarden Euro zur Verfügung.

Am Samstag ist in Berlin eine Demonstration gegen Wohnungsmangel und Mietsteigerungen geplant, zu der mehr als 130 Initiativen und Organisationen aufgerufen haben.

In Wiesbaden hatten sich seit Donnerstag die Vorsitzenden der SPD-Fraktionen der Länder, des Bundes und des EU-Parlaments getroffen. Nahles soll auf dem SPD-Bundesparteitag in der hessischen Landeshauptstadt am 22. April zur neuen Parteichefin gewählt und damit Nachfolgerin des zurückgetretenen Vorsitzenden Martin Schulz werden.

Sie lege als mögliche neue Parteichefin einen großen Wert auf Teamarbeit und fühle sich als "primus inter pares" (lateinisch für Erster unter Gleichen), sagte Nahles.  © dpa