Die Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea scheinen sich weiter zu entspannen. Im Nachgang des Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un haben sich nun erstmals seit elf Jahren hochrangige Militärvertreter der koreanischen Staaten zu Gesprächen getroffen. Darin ging es auch um weitere Schritte der Annäherung.

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Nord- und Südkorea wollen ihre militärischen Kommunikationskanäle vollständig wiederherstellen. Darauf einigten sich beide Seiten am Donnerstag, wie in einer gemeinsamen Stellungnahme mitgeteilt wurde. Bei den ersten hochrangigen Militärgesprächen Nord- und Südkoreas seit 2007 sei auch über eine Entmilitarisierung des Grenzdorfs Panmunjeom "auf Probe" diskutiert worden und darüber, feindlichen Handlungen entlang der innerkoreanischen Grenze einzustellen.

Sicherheitsgarantien für Nordkorea

Die Militärs trafen sich zwei Tage nach dem Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. In einer Absichtserklärung bekannte sich Nordkorea anschließend zur atomaren Abrüstung, allerdings ohne Zeitplan oder konkrete Schritte. Als Gegenleistung bot Trump unter anderem Sicherheitsgarantien an.

Keine Einigung erzielten die Militärs darüber, Kommunikationsverbindungen zwischen den militärischen Spitzenbefehlshabern beider Länder zu einzurichten sowie Gespräche zwischen den jeweiligen Verteidigungsministern zu vereinbaren. In der gemeinsamen Stellungnahme hieß es, man werde an den beiden Punkten arbeiten.

Aussetzung der Militärmanöver möglich

Laut Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap soll die nordkoreanische Seite gefordert haben, dass Südkorea die halbjährlich stattfindenden Militärmanöver mit US-Streitkräften einstellen solle.
Zuvor hatte Südkoreas Präsident Moon Jae In nach Angaben eines Sprechers angekündigt, man ziehe eine Pause bei den Militärmanövern zur Vertrauensbildung mit Nordkorea in Erwägung. Trump hatte nach dem Gipfel ebenfalls davon gesprochen, die Manöver einzustellen, ohne jedoch einen Zeitpunkt zu nennen. (mc/dpa)

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Das Treffen zwischen Kim Jong Un und Donald Trump ist historisch. Es ist das erste Mal, dass ein amtierender US-Präsident einen Machthaber Nordkoreas trifft. Formell herrscht noch der Kriegszustand zwischen den koreanischen Bruderstaaten und die atomare Aufrüstung Nordkoreas sorgt für große Spannungen. Ein Rückblick auf die Chronologie des Korea-Konflikts bis zur Entspannungspolitik, die diesen Gipfel möglich macht.