Die Wortgefechte zwischen Nordkorea und den USA gehen auch während der Asien-Reise von US-Präsident Donald Trump weiter. Nun geraten die beiden Nationen wieder einmal verbal aneinander. Auf Provokation folgt Provokation.

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Im Konflikt um Nordkoreas Atomwaffen- und Raketenprogramm gehen die rhetorischen Gefechte zwischen US-Präsident Donald Trump und der Führung in Pjöngjang weiter.

Trump: "Würde Kim nie als klein oder fett bezeichnen"

Während seines Aufenthalts am Sonntag in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi stellte Trump auf Twitter die Frage, warum Staatschef Kim Jong Un es für nötig halte, ihn als "alt" zu beleidigen. Er würde ihn nie als "klein" oder "fett" bezeichnen, schrieb Trump mit dem "nie" in Großbuchstaben. "Ich bemühe mich so stark, sein Freund zu sein, und vielleicht wird es eines Tages dazu kommen!"


Trump reagierte damit offenbar auf nordkoreanische Staatsmedien, die ihn am Samstag als "Kriegshetzer" und "verrückten Alten" bezeichnet hatten.

Drei Stunden später relativiert Trump Twitter-Aussagen

Drei Stunden später gab Trump bekannt, dass er vor dem Hintergrund des Konflikts mit Nordkorea Fortschritt wolle und keine Provokationen. "Wir sind provoziert worden, die Welt ist provoziert worden - wir wollen das nicht", sagte Trump am Sonntag bei einer Pressekonferenz in Hanoi mit Vietnams Präsident Tran Quai Dang.

Gefragt, was das Verhältnis zu Kim Jong Un verbessern könne und ob es überhaupt möglich wäre, zu Freunden zu werden, sagte Trump: "Im Leben geschehen merkwürdige Dinge. Ich weiß nicht, ob es passieren wird, aber wenn, dann wäre es sehr, sehr gut."

Hanoi ist die vorletzte Station einer fast zweiwöchigen Asienreise, die den US-Präsidenten bereits nach Japan, Südkorea und China geführt hat. Nächster und letzter Stopp sind die Philippinen.

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Nordkorea-Konflikt: Beängstigender Krieg der Worte

Im Nordkorea-Konflikt haben die verbalen Angriffe zwischen Nordkorea und den USA ein neues Level erreicht.

© dpa