Vor Beginn der Asien-Reise von US-Präsident Donald Trump, haben erneut amerikanische B-1B-Bomber an Übungen nahe der koreanischen Halbinsel teilgenommen. Nordkorea wirft den USA Erpressung vor.

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Kurz vor Beginn der Reise von US-Präsident Donald Trump nach Asien haben erneut amerikanische Langstreckenbomber an Übungen nahe der koreanischen Halbinsel teilgenommen. Die zwei Bomber vom Typ B-1B hätten am Donnerstag die Übungsflüge in der Region zusammen mit südkoreanischen und japanischen Kampfjets durchgeführt, berichteten US-Medien am Freitag unter Berufung auf die Luftstreitkräfte. Die Übungen seien als Teil "der stetigen Bomber-Präsenz" in der Region geplant gewesen, sie seien keine Antwort auf aktuelle Ereignis, zitierte der Nachrichtensender CNN eine Sprecherin der Air Force.

Lage in Korea nach Raketentests des Nordens seit Monaten angespannt

Die Lage in der Region ist nach zahlreichen Raketentests und einem Atomtest durch Nordkorea seit Beginn dieses Jahres sehr angespannt. Die nordkoreanischen Staatsmedien, die ebenfalls über die jüngsten Übungsflüge von B-1B-Bombern berichteten, warfen den USA vor, die Regierung in Pjöngjang damit bedrohen und erpressen zu wollen. Bei den Flügen sei der Abwurf von Atombomben geübt worden.

Die USA hatten in den vergangenen Monaten mehrfach Bomber zu sogenannten Abschreckungsübungen nach Südkorea geschickt. Beim B-1B Lancer handelt es sich laut dem Hersteller Boeing um einen "konventionellen" Bomber. Die ursprünglich für die Beförderung von Atomwaffen konzipierte B-1 wurde später entsprechend umgerüstet.

Trump wurde am Freitag auf dem Weg nach Asien zunächst auf Hawaii erwartet. Die zwölftägige Reise führt ihn anschließend nach Japan, Südkorea, China, Vietnam und auf die Philippinen. Der schwere Konflikt mit Nordkorea wird ein überwölbendes Thema sein.

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Nordkorea provoziert mit neuen Raketentests

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© dpa