Seit dem Test einer Mittelstreckenrakete im September hat Nordkorea keine weiteren Raketentests unternommen. Nach Einschätzung südkoreanischer Behörden könnte sich das bald ändern.

Nordkorea bereitet nach Einschätzung des südkoreanischen Geheimdienstes möglicherweise neue Raketentests vor.

Es seien "aktive Bewegungen" von Fahrzeugen um die Raketenforschungsanlage in Pjöngjang beobachtet worden, teilte der staatliche Aufklärungsdienst (NIS) laut der Nachrichtenagentur Yonhap am Donnerstag vor einem Prüfungsausschuss des Parlaments mit.

Dies habe der NIS als Hinweis auf mögliche Testvorbereitungen gewertet. Wie die Vorgänge beobachtet wurden, war unklar.

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Nordkorea hat nach zahlreichen Raketenstarts seit Anfang des Jahres keine weiteren Tests seit Mitte September unternommen.

Damals hatte das Land erneut eine Mittelstreckenrakete über den Norden Japans hinweg in den Pazifik geschossen. Zuvor hatte Nordkorea auch eine weitere Atombombe getestet.

Der UN-Sicherheitsrat hatte daraufhin die Sanktionen gegen Pjöngjang ausgeweitet.

Der NIS ging den Berichten zufolge zudem davon aus, dass Nordkorea trotz eventueller Schäden am Tunnelsystem des Atomtestgeländes im Nordosten des Landes als Folge des jüngsten Tests jederzeit einen neuerlichen Atomversuch durchführen könnte.

Nordkorea arbeitet unter anderem an der Entwicklung von Raketen, die einen Atomsprengkopf bis in die USA befördern könnten. US-Präsident Donald Trump hatte Nordkorea im September vor der UN-Vollversammlung für den Fall eines Angriffs auf die USA oder deren Verbündete mit völliger Zerstörung gedroht.

Nordkoreas Außenminister Ri Yong Ho deutete später an, sein Land könnte eine Wasserstoffbombe im Pazifik testen.


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