"Panama Papers"

Es ist ein Datenleck historischen Ausmaßes: Recherchen zu den sogenannten "Panama Papers" bringen Politiker und prominente Persönlichkeiten in Erklärungsnot. Journalisten aus fast 80 Ländern haben ihre Recherchen über Finanzgeschäfte mit Briefkastenfirmen auf Panama veröffentlicht - und kündigen weitere Enthüllungen an.

Die Gründer und Eigentümer der Kanzlei Mossack Fonseca sind festgenommen worden. Den Anwälten wird laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" vorgeworfen, in den derzeit größten Betrugsskandal Lateinamerikas verwickelt zu sein.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat nach "Spiegel"-Informationen den Kontakt mit einem Insider verweigert, der über angeblich dubiose Geschäfte der Bundesdruckerei ...

Hunderte Journalisten haben durch ein Datenleck 214.000 Briefkastenfirmen in Panama aufgedeckt. Tausende Personen - darunter Politiker, Sportler und Prominente - haben dort ihr Geld investiert. Das ist nicht per se illegal. Doch der Verdacht steht im Raum, dass mit Hilfe der Scheinfirmen Straftaten begangen wurden. Eine Regierung in Europa ist bereits darüber gestürzt. Wie es jetzt weitergeht.

Steuerhinterziehung, Geldwäsche, Betrug: Nach den Enthüllungen durch die "Panama Papers" fällt erneut ein dunkler Schatten auf so genannte Briefkastenfirmen. Sebastian Fiedler vom Bund Deutscher Kriminalbeamter kritisiert, dass selbst Großbanken Geschäfte über solche Kanäle abwickeln – wie gewöhnliche Kriminelle.

Über 500 Banken weltweit haben die Dienste der Kanzlei Mossack Fonseca genutzt. Darunter auch mindestens 28 Kreditinstitute aus Deutschland. So reagieren nationale Medien auf die Enthüllung der massenhafte Einrichtung von Briefkastenfirmen.

Viele international bekannte Politiker und Promis rücken durch die Enthüllungen der "Panama Papers" ins Zwielicht. Mit welchen Konsequenzen ist jetzt zu rechnen? Führen Spuren auch nach Deutschland? NDR-Journalist Jan Lukas Strozyk war an den Recherchen beteiligt und sprach mit unserer Redaktion.

Es ist das größte Datenleck der Geschichte: Die "Panama Papers" offenbaren die Eigentümer von 200.000 Briefkastenfirmen. Unter ihnen finden sich viele sehr prominente Namen. Einige der  Betroffenen reagieren nervös und gereizt - besonders Wladimir Putin.

Die "Panama Papers" der Kanzlei Mossack Fonseca sind eines der größten Datenlecks, das die Finanzwelt bisher gesehen hat. Sie könnten Auslöser für zahlreiche Strafverfahren, Politikerrücktritte und Steuerreformen sein. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt.