Pegida geht erneut auf die Straßen - und mit ihnen auch zahlreiche Personen mit rechter Gesinnung. Gegen 19:15 Uhr spricht die Polizei von rund 8.00 Bagida-Anhängern und 11.000 Gegendemonstranten in München.

Dresden bleibt die Hochburg der Pegida - trotz der Absage der Demo an diesem Montag aufgrund erhöhter Terrorgefahr. Doch auch in München haben in der Vorwoche bereits gut 1.500 selbsternannte "Patriotische Europäer" protestiert. Und nicht alle stammten aus der bürgerlichen Mitte. Gegen 19.15 Uhr gab die Polizei erste Zahlen bekannt: 800 Personen marschieren bei Bagida mit, darunter mehr als 100 mutmaßliche Rechtsextreme. Ihnen gegenüber stehen 11.000 Gegendemonstranten.

Unter den Bagida-Anhängern vermutet die Polizei zahlreiche Rechtsextreme. "Wir rechnen mit rund 150 Rechtsradikalen", sagt Thomas Baumann, Stellvertretender Pressesprecher der Polizei München, im Gespräch mit unserem Portal. "Hinzu kommen circa 50 Personen der rechtsgesinnten Partei 'Die Freiheit' sowie um die 20 Personen der Hogesa (Hooligans gegen Salafisten, d. Red.)."

Trotz der Terrordrohungen in Dresden gehen auch heute Abend wieder in zahlreichen deutschen Großstädten Tausende auf die Straßen - die Polizei genehmigt die Demos. "Der aktuelle Stand ist, dass die Veranstaltungen, sowohl die Bagida-Demonstration als auch die Gegendemonstration, stattfinden werden", sagt Daniela Schlegel, Öffentlichkeitsarbeiterin des Kreisverwaltungsreferats (KVR) München. Derzeit gebe es keine Gefährdungslage, sagt Schlegel.

Terrorlage in Deutschland unverändert

Auch Polizei-Pressesprecher Baumann betont, dass es "keine konkreten Erkenntnisse über eine mögliche Terrorgefahr in München" gebe. Die Terrorlage in Deutschland habe sich auch durch die Drohungen gegen Pegida-Mitgründer Lutz Bachmann nicht verändert und sei genauso, wie sie seit den Anschlägen von Paris ist: "Es gibt keine neuen, konkreten Bedrohungen gegen Bagida oder Mügida (Münchner gegen die Islamisierung des Abendlandes; d. Red.)", so Baumann.

Allein in München sind an diesem Montag rund 1.000 Polizisten im Einsatz, um für die Sicherheit der Bagida-, Mügida- sowie Gegendemonstranten zu sorgen. Das sind gut 200 mehr als in der Vorwoche. Eine Hundertschaft aus Baden-Württemberg wird die Polizei in München unterstützen. (tfr)