Kritische Töne von Philipp Lahm: Der Kapitän des FC Bayern zeigt sich in einem Interview mit der "Welt am Sonntag" besorgt über den Rechtspopulismus in Deutschland. Und spricht dabei eine deutliche Warnung aus.

Philipp Lahm hatvor dem Rechtspopulismus in Deutschland gewarnt. "Ich denke, was vermutlich die meisten von uns denken: dass Deutschland nicht rechts werden darf. Dass nicht die Falschen, die Populisten, mehr Macht bekommen dürfen", sagte der Kapitän des FC Bayern in einem Interview mit der "Welt am Sonntag".

Philipp Lahm: "Deutschland ist ein weltoffenes Land"

Lahm richtete auch einen Appell an die Bevölkerung: "Wir alle haben Jahre dafür gearbeitet, dass Deutschland ein weltoffenes Land geworden ist. Wir sollten alles dafür tun, dass das auch so bleibt", sagte der Weltmeister-Kapitän der DFB-Elf und fügte an: "Wir leben hier in einer gesunden Gesellschaft. Das darf nicht verloren gehen."

Das Wahljahr 2017 ist laut Lahm von zentraler Bedeutung für Europas Zukunft. "Ich blende das nicht aus. Definitiv nicht", sagte er mit dem Blick auf das Erstarken rechter Parteien in Nachbarländern wie den Niederlanden und Frankreich.

"Die Wahlen in Holland sind das aktuellste Beispiel. Dort waren die Rechtspopulisten - Gott sei Dank - nicht so stark wie befürchtet."

Im Hinblick auf die Bundestagswahl hofft Lahm, durch seine Aussagen die Leute zum Dialog zu animieren: "Ich denke es ist wichtig, dass wir nicht nur alle darüber nachdenken, sondern vor allem darüber sprechen."

Im Sommer beendet Philipp Lahm seine Karriere. Seine nächste berufliche Station ist noch nicht bekannt, erst kürzlich erklärte er, wieso er den Bayern als Sportdirektor abgesagt hat. (ms)

Er kam, traf und dirigierte: Bastian Schweinsteiger hinterließ bei seinem Debüt für Chicago Fire einen starken Eindruck. Der Fußball in der nordamerikanischen Profiliga MLS scheint allerdings zähe Kost zu sein.