Polit-Talk: "Anne Will", "Hart aber fair", "Maischberger" und "Maybrit Illner"

"Anne Will", "Hart aber fair", "Maischberger" und "Maybrit Illner": An vier Tagen die Woche senden ARD und ZDF politische Talkshows. In unserer Rubrik finden Sie Nachberichte und Kritiken zu ausgewählten Sendungen und Themen. Aktuell: "Maischberger"-Eklat: Wolfgang Bosbach zofft sich mit Jutta Ditfurth wegen G20-Randale - und verlässt TV-Talk. Hier geht es zur Stellungnahme von Sandra Maischberger nach TV-Eklat.

"Überlastet, überfordert, zu lasch – Was läuft schief bei den Gerichten?", wollte Frank Plasberg am Montagabend bei "Hart, aber fair" wissen. Die Suche nach der Antwort war unterm Strich interessant, aber nicht immer angemessen. Vor allem "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt konnte nicht vom Vereinfachungsstil seines Blattes lassen.

Die Gäste von Anne Will diskutieren über den Fall Deniz Yücel und seine Folgen. Obwohl er Journalist jetzt frei ist, überwiegen in der Runde Sorge und Türkei-Kritik.  

Bei "Maybrit Illner" trifft ein zweifelnder Juso auf den machtbewussten Groko-Fan Olaf Scholz und CDU-Jungspund Paul Ziemiak auf einen, der seinen PR-Sprech durchschaut. Unterm Strich zeigt sich, wie schwer sich eine schwarz-rote Koalition tun wird. 

Hauptsache etwas gesagt: Bei "Anne Will" diskutierten die Gäste schon einmal, ob "eine neue Groko überzeugen kann".

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Mit "Macht, Sex, Gewalt – der späte Aufschrei" hat sich Mayrbit Illner für den Donnerstagabend ein heikles Thema ausgesucht. Neue Erkenntnisse zu den Missbrauchsvorwürfen gegen Dieter Wedel liefert die Sendung nicht. Im Zentrum stehen eine Feministin und eine Philosophin, die sich in einen Kleinkrieg verzetteln.

Über den Nazi-Skandal rund um die Burschenschaft Germania Wiener Neustadt haben auf Puls 4 am Mittwochabend Andreas Mölzer, Martin Engelbert und andere diskutiert. In einem Punkt waren sich alle einig: Die FPÖ müsse sich besser von rechtsaußen abgrenzen. 

Dass Österreich ein Problem mit seiner Vergangenheitsbewältigung hat, wurde allzu deutlich in Corinna Milborns Polit-Talk "Pro & Contra" am Mittwochabend auf Puls 4. Thema war der Nazi-Lieder-Skandal innerhalb der Burschenschaft Germania - doch schließlich wurde sogar die Rolle Österreichs im Zweiten Weltkrieg infrage gestellt.

GroKo in Sicht? Mühsam nähern sich SPD, CDU und CSU einer gemeinsamen Regierung. Bei "Maischberger" kommt bei Ralf Stegner (SPD) und Joachim Herrmann (CSU) trotzdem keine Freude auf: Das Votum der SPD-Basis steht noch aus und die Angst vor Neuwahlen ist dank AfD groß.

Der Mord der Woche im "Tatort", die neuesten Folgen der "Big Bang Theory", die tägliche Dosis "Gute Zeiten, schlechte Zeiten", die 100. Wiederholung von "Pretty Woman" oder die Ausstrahlungstermine der Fußball-Bundesliga: Hier finden Sie auf einen Blick alle Sendetermine ihrer Lieblingsserien und Live-Shows, dazu alle Top-Filme und Sport-Events.

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"Wie antisemitisch ist Deutschland heute?", wollte Anne Will anlässlich des Holocaust-Gedenktages wissen. Die Antwort führte natürlich zu der Frage, ob sich Geschichte tatsächlich wiederholen kann. Der erschreckender Befund bei "Anne Will": Es hat längst angefangen.

Die US-Wirtschaft boomt, Trumps Steuerreform freut die Börsen und auch außenpolitisch sind die erwarteten Konflikte bisher ausgeblieben. Maybrit Illner diskutierte mit einer Männerrunde, ob der US-Präsident seine Sache vielleicht doch ganz gut macht.

Die Gäste von Sandra Maischberger gehen der Frage nach, warum immer mehr Menschen in Deutschland obdachlos sind.

Lebensversicherungen werfen immer weniger Rendite ab. Insider warnen schon vor einem Crash im System. Bei "Hart aber fair" prüfte Frank Plasberg des Deutschen liebste Privatvorsorge – mit durchaus besorgniserregenden Ergebnissen.

Auch nach dem Ja seiner Partei zu Koalitionsverhandlungen mit der Union wirkt SPD-Chef Martin Schulz bei "Anne Will" wie ein Getriebener. Beim Familiennachzug macht er neue Versprechen – und dann bringt ihn auch noch FDP-Chef Lindner zur Weißglut.

Auf dem SPD-Parteitag am Sonntag entscheidet sich, ob Sozialdemokraten und Union Koalitionsgespräche beginnen. Bei Maybrit Illner sorgte das für eine lebhafte Diskussion, in der ein Politologe den "Boris Johnson der deutschen Politik" ausfindig machte.

Bundeskanzler Sebastian Kurz ist bei seiner Deutschland-Stippvisite in der ARD-Sendung "Maischberger" zu Gast. Moderatorin Sandra Maischberger fordert den ÖVP-Politiker forsch. Markant: Er weicht immer dann auf die Flüchtlingsfrage um, wenn es ungemütlich für ihn wird.

Die Parteichefs von SPD, CDU und CSU haben sich bei den Sondierungen geeinigt, doch die Sozialdemokraten müssen sich erst noch mit sich selbst einigen. Die Zustimmung zu einer möglichen großen Koalition bringt die Partei in ein Dilemma. Daher fragt sich nicht nur Frank Plasberg in "Hart aber fair": Kann daraus eine tragfähige Regierung werden?

Während Union und SPD miteinander ringen, suchen Maybrit Illner und ihre Gäste nach einem Leitbild für eine neue Große Koalition. Fündig werden sie nicht.

Sinn- und ziellos: Der gestrige Talk bei Frank Plasberg war für Zuschauer, die nach inhaltlicher Relevanz suchen, ein Grauen. Stattdessen gab es bei "Hart, aber fair" gestern Abend nur ein wildes Themen-Hopping. Mehr als ein paar knackige Zitate sprangen nicht heraus.

Maybrit Illner zieht Bilanz und fragt, was 2017 verloren ging. Da dürfen natürlich die Themen des Jahres wie der G20-Gipfel, Trumps Isolationismus, das Insektensterben oder die Nordkorea-Krise nicht fehlen. Taten sie aber. Stattdessen bestimmte gestern Abend wieder einmal ein Thema das ganze Geschehen.

Vor einem Jahr fürchteten sich viele vor 2017. "Das Ende der Welt (wie wir sie kennen)", betitelte der Spiegel damals ein Cover mit Donald Trump. Sandra Maischberger griff die vergangene Zukunftsangst auf, kürte das zu Ende gehende Jahr zum "Panikjahr" und hetzte die Gäste ihrer Talkshow von Katastrophe zu Katastrophe. Oder war 2017 doch besser als befürchtet?

Entlassungen bei Siemens und ein boomender Niedriglohnsektor:  Der deutsche Arbeitsmarkt hat trotz Wirtschaftswachstum und niedrigen Arbeitslosenzahlen auch Schattenseiten. Bei "Hart aber fair" lassen Einblicke in den Alltag von Paketzustellern eine besorgniserregende Entwicklung erkennen.

Die Außenpolitik der USA bestimmte nach der Jerusalem-Rede von Donald Trump die Nachrichten in der vergangenen Woche. Ein Historiker verglich bei "Anne Will" Präsident Trump mit einem Elefanten im Porzellanladen, ein Journalist ließ anklingen, Trump brauchte Betreuung und ein Politiker sagte, er wisse genau, was er tue.

Eher lustlos schleppen sich die Gäste von Maybrit Illner mal wieder durch eine Diskussion über eine Große Koalition. Am Ende fragen sich fast alle: Warum sollten wir es nicht doch mal mit einer Minderheitsregierung versuchen?

Sandra Maischberger macht irgendwas mit Groko, lädt sich die falschen Gäste ein- und dann auch noch zu viele. Was sie herausfinden will, weiß sie nicht. Und dann ist da noch Claus Strunz.

Frank Plasberg diskutiert mit seinen Gästen bei "hart aber fair", was der stille Tod der Bienen durch Pflanzenschutzmittel bedeutet.

Die Europa-Abgeordnete Viviane Reding fordert bei Anne Will von deutschen Politikern: Reißt euch endlich zusammen. Doch die Aussichten auf eine stabile Regierungskoalition werden auch an diesem Abend nicht rosiger.

Große Koalition oder Minderheitsregierung? Die Machtoptionen für Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sind nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen begrenzt. Bei Maybrit Illner war die Stimmung zwischen Unions-Vertreter Peter Altmaier und SPD-Vize Olaf Scholz harmonisch - mit einer kleinen Ausnahme.

Was für ein Gast: Andreas Hollstein, gerade knapp einem Attentat entkommen, redet bei "Maischberger" über die Verrohung in Deutschland. Leider hat die Gastgeberin noch mehr Gäste eingeladen.

Jamaika klappt nicht, die SPD will nicht und allein geht auch nicht: Die Regierungsbildung in Berlin scheint zum Stillstand gekommen zu sein. Bei der ARD-Talkshow „Hart aber fair“ wird ein Weg aus der Krise gesucht. Eine neue große Koalition gilt derzeit als das kleinste Übel, doch ist das wirklich so?

Deutschland ohne Regierung. Deutschland auf dem Weg zur Neuauflage der großen Koalition. Oder gar auf dem Weg zu einer instabilen Minderheitsregierung. Manche sehen in der derzeitigen politischen Situation eine veritable Systemkrise. Doch bei Anne Will kam am Sonntagabend bei Thema große Koalition wenig Spannung auf.

Will, Plasberg, Maischberger und gleich mehrfach Lanz: An den gescheiterten Sondierungsgesprächen kam in dieser Woche keine Talkshow vorbei. Gestern Abend fragte nun auch Maybrit Illner, ob es nun Neuwahlen gibt. Die Antwort ist ein eindeutiges Vielleicht.

Warum sollte im TV-Studio klappen, was den Sondierern gelingt? Am Freitagmorgen wurde bekannt: Die "Jamaikaner" vertagen sich. Dass Jamaika ein wackliges Konstrukt ist, dieser Eindruck verstärkte sich bereits am Donnerstagabend im Lauf des Talks bei Maybrit Illner.

Paradise Papers, Steueroasen, Air-Berlin-Pleite: Nur einige der Schlagworte, mit denen sich Sandra Maischberger und ihre Gäste gestern Abend abmühten. Besonders skurril: Ein Immobilienunternehmer, der zugab, betrogen zu haben und dies gleichzeitig anprangerte.

Steht die Auto-Nation Deutschland vor einem Umbruch? Der Dieselskandal, Feinstaub, Staus und Umweltverschmutzung sorgen für Frust und Zweifel bei den Verbrauchern. In der ARD-Talkshow "Hart aber fair" prallen die unterschiedlichen Meinungen zum Thema heftig aufeinander.

Der Fall Weinstein hat unter dem Hashtag #metoo eine Debatte ausgelöst. Da stellt sich die Frage, ob der Gesellschaft Sexismus nur ein Hashtag wert ist, oder ob sich diesmal etwas ändert. Das wollte auch Anne Will gestern Abend von ihren Gästen wissen.

Vor ziemlich genau einem Jahr ist das passiert, was viele Experten nie für möglich und die meisten für einen schlechten Witz gehalten haben: Donald Trump wurde zum Präsidenten der USA gewählt. Wie hat Trump in diesem Jahr die Welt verändert? Darüber diskutierte gestern Abend Maybrit Illner mit ihren Gästen. Fazit: Trump bedeutet nicht unbedingt das Ende der Welt, sondern nur das Ende der Welt, die wir kannten.

Sandra Maischberger diskutiert am ARD-Themenabend mit ihren Gästen über sexuelle Nötigung. Eine Fernsehmoderatorin erzählt davon, wie sie einst selbst vergewaltigt worden sei. Die Diskussion zeigt, wie weit verbreitet sexuelle Nötigung und Sexismus in unserer Gesellschaft sind – und wie wenig davon an die Oberfläche dringt.

Einen Tag nach den neusten Enthüllungen über weltweite Steuerflucht waren die Paradise Papers natürlich Thema bei "Hart aber fair" in der ARD: Wie schafft es ein Konzern wie Nike, in Deutschland kaum Steuern zu zahlen? Welche Konsequenzen haben die Enthüllungen? Und wie viele Nullen hat eigentlich eine Billion?

Flüchtlinge, Autonomiebestrebungen, Reformpläne: Europa steht vor großen Herausforderungen – und in Berlin lässt man sich mit der Regierungsbildung Zeit. Maybrit Illner sprach mit ihren Gästen über den Zustand der EU und versuchte, ihnen nebenbei Neuigkeiten über die Koalitionsverhandlungen zu entlocken. Da reagierte FDP-Chef Christian Lindner ein wenig patzig.

Bei Maybrit Illner gehen die Gäste aus den Jamaika-Parteien recht gesittet miteinander um. Ein gemeinsames Projekt für ihre mögliche Koalition finden sie aber nicht.

Bei Hart aber fair bespricht Frank Plasberg an diesem Montagabend ein Thema, das Millionen Bürgern in deutschen Städten betrifft: die Not an bezahlbarem Wohnraum.

Die Verhandlungen über die Jamaika-Koalition haben begonnen. Aber die Vorstellungen der Parteien, wie das Bündnis inhaltlich unterfüttert wird, gehen weit auseinander. Das zeigte sich auch gestern Abend bei Maybrit Illner: Markus Söder von der CSU geriet heftig ins Stocken, als er zu einer Prognose über den Erfolg der Gespräche gefragt wurde.

Bei "Maischberger" haben die Gäste am späten Abend das Thema "Was bringt ein Einwanderungsgesetz?" diskutiert. Klingt vielversprechend - herausgekommen ist aber viel Gerede und wenig Konkretes.

Selten wird eine politische Talkshow mit so viel Herzblut geführt wie "Hart aber fair". Es geht um Lerneffekte nach den Wahl-Schlappen für Kanzlerin Angela Merkel.

Die Niedersachsen-Wahl ist vorbei, nun können sich CDU/CSU, FDP und Grüne ganz den Koalitionsverhandlungen widmen. Bei Anne Will wurde deutlich: Die wird schwierig werden.

Maybrit Illner will mit ihren Gästen die These diskutieren, die kommende Bundesregierung vertrete vor allem die Interessen von Besserverdienern.

Sturm Xavier fordert mehrere Tote in Berlin und Umgebung, verheerende Wirbelstürme ziehen über die Südostküste der USA. Spüren wir jetzt die Folgen des Klimawandels?

Bei Frank Plasberg geht es um den Pflegenotstand in Deutschland. Ein "Pflichtenheft" für die neue Regierung will er mit seinen Gästen zusammenstellen.

Der Streit um die Obergrenze für Flüchtlinge und die Zweifel an der Stärke von Kanzlerin Angela Merkel bestimmen derzeit den Richtungsstreit der Union.

Mit einigem Recht kommt auch Maybrit Illner mit ihrem Polittalk gestern Abend nicht am Thema Jamaika-Koalition vorbei. Zwar gab es auch hier wieder das übliche Parteien-Gebell. Am Ende ist die Reisegruppe aber gar nicht so weit von Jamaika entfernt, wie sie gerne behauptet.