Wegen eines Korruptionsverdachts in der Berliner Polizei hat es am Freitag in der Hauptstadt Durchsuchungen gegeben. Das bestätigte die Generalstaatsanwaltschaft am Freitag.

Am Freitagmorgen seien bei Razzien "drei Haftbefehle und 14 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt" worden, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft.

Die gegenwärtigen Ermittlungen richteten sich gegen fünf Beschuldigte.

Ein "39 Jahre alter Polizeibeamter ist dringend verdächtig der gewerbsmäßigen Bestechlichkeit, der Verletzung von Dienstgeheimnissen in mindestens acht Fällen und der Beteiligung am Betäubungsmittelhandel", heißt es in der Erklärung.

Warnung vor Razzien für Geldzahlungen

Vier weitere Beschuldigte im Alter von 44, 45, 48 und 51 Jahren seien der gewerbsmäßigen Bestechung, Anstiftung zu Geheimnisverrat in acht Fällen sowie des Handels mit Betäubungsmitteln verdächtig.

Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft habe der hauptbeschuldigte Polizist mit den Inhabern mehrerer Gaststätten ein Abkommen geschlossen. Dabei sei es um Warnungen vor Drogen-Razzien als Gegenleistung für Geldzahlungen gegangen.

An dem aktuellen Einsatz waren rund 50 Beamte beteiligt. Es wurden Mobiltelefone und Bargeld in Höhe von rund 55.000 Euro sichergestellt. (mwo)