Putschversuch in Türkei

Putschversuch in der Türkei: In der Nacht vom 15. auf den 16. Juli 2016 versuchte das Militär die Macht in der Türkei zu übernehmen. Präsident Recep Tayyip Erdogan rief das Volk zum Widerstand auf. Am Ende triumphierte Erdogan. So lief der Putschversuch in der Türkei.

Das politische Verhältnis zur Türkei ist seit Monaten gespannt. Wird es durch Asylanträge türkischer Offiziere auf eine neue Probe gestellt? Aus Berlin heißt es dazu: "Es gibt keinen Zweifel, dass wir diese Soldaten nicht in die Türkei zurückschicken können."

Die Verhaftungswelle in der Türkei sorgt bei der Parlamentarischen Versammlung der Nato für Kritik. Generalsekretär Stoltenberg aber hält sich zurück: Ankara habe ihm Rechtsstaatlichkeit zugesichert.

Eine türkische Richterin, die nach dem Putschversuch in der Türkei festgenommen worden war, hat mit ihrer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Niederlage erlitten. Die Klägerin müsse zunächst vor dem türkischen Verfassungsgericht gegen ihre Festnahme klagen, heißt es in der Entscheidung vom Donnerstag aus Straßburg.

Nach Tausenden Festnahmen sind die türkischen Gefängnisse überfüllt. Ein Dekret soll nun Abhilfe schaffen: Zahlreiche Häftlinge kommen unter Auflagen frei.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat deutschen Medien vorgeworfen, fremdgesteuert gegen die Türkei und ihren Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan Stimmung zu machen. Auch die österreichische Regierung griff er an - und nannte das Land "Hauptstadt des radikalen Rassismus".

Im türkischen Fernsehen bezeichnete eine Journalistin Cheats für das Videospiel "Grand Theft Auto IV" als mögliche Putsch-Geheimbotschaften.

Die USA liefern Recep Tayyip Erdogans Erzfeind Fethullah Gülen einem Bericht zufolge vorerst nicht an die Türkei aus: Die Beweise, dass der Prediger hinter dem gescheiterten Putschversuch stecke, reichen offenbar nicht aus.

Der Sprecher von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sieht Parallelen zwischen der "Entfernung" von Gülen-Anhängern aus staatlichen Institutionen in der Türkei und der Wiedervereinigung in Deutschland.

Die Türkei rechnet nach dem gescheiterten Putsch mit einem wirtschaftlichen Schaden von umgerechnet mindestens 90 Milliarden Euro.

Ist der Prediger Gülen für den Putschversuch in der Türkei verantwortlich? Präsident Erdogan ignorierte Warnungen offenbar jahrelang. Nun geht er umso härter gegen Gülens vermeintliche Anhänger vor.

Armee, Justiz, Hochschulen, Medien - überall fahnden die türkischen Behörden nach Putschisten und Sympathisanten. Tausende sind in den vergangenen zwei Wochen hinter Gitter gekommen. Regierungsanhänger wollen Verschwörer hinrichten lassen. Stimmt bald das Volk ab?

Nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei greift Präsident Recep Tayyip Erdogan in allen Bereichen der Gesellschaft mit harter Hand gegen mutmaßliche Regimekritiker durch. Doch große Teile der Bevölkerung werden durch das autokratische Auftreten nicht etwa verschreckt, sondern formieren sich hinter Erdogan. Das hat Gründe.

Die türkische Regierung macht den in den USA lebenden Prediger Gülen für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich. In Justiz, Medien und der Armee wird seither nach Verschwörern gesucht, allerorten wird "gesäubert". Nun will die türkische Justiz die Privatvermögen von mehr als 3.000 suspendierten Richtern und Staatsanwälten beschlagnahmen lassen. Die USA befürchten, dass die "Säuberungswelle" den Kampf gegen den IS erschwert.

Die Türkei geht nach dem gescheiterten Putschversuch weiter offensiv gegen die Medien vor und hat 45 Zeitungen und 16 TV-Sender geschlossen. Das teilte ein Behördenvertreter mit.

Der türkische Präsident Erdogan sucht die Nähe Russlands, statt nach Westen orientiert er sich nach Osten. Ärgerlich für die Nato - sie muss den Affront zähneknirschend hinnehmen.

Nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei lässt Präsident Recep Tayyip Erdogan die Dauer des Ausnahmezustandes offen. "Der Ausnahmezustand ist auch laut unserer Gesetze in erster Etappe für die ersten drei Monate vorgesehen."

Zehntausende Menschen haben seit dem Putschversuch in der Türkei ihren Posten verloren, darunter viele Staatsbedienstete. Wer übernimmt ihre Arbeit? Erdogan-Treue zähle jetzt mehr als Qualifikation, sagt ein Experte.

Nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei hat die Istanbuler Staatsanwaltschaft 42 Journalisten zur Fahndung ausgeschrieben, darunter eine prominente Regierungskritikerin.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International erhebt Foltervorwürfe gegen die Türkei: Die Polizei soll Festgenommenen Essen und Wasser verweigern. Nach Informationen von Amnesty kommt es auch zu Folter und Vergewaltigungen.

Präsident Recep Tayyip Erdogan verschärft die Gangart unter dem Ausnahmezustand in der Türkei nochmal. Auch die wachsende Kritik aus dem Ausland stoppt die "Säuberungen" nicht. Die Regierung verdächtigt sogar die Präsidentengarde, von Erdogan-Gegnern unterwandert zu sein.

Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir warnt vor radikalen türkischen Nationalisten in Deutschland. Den Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan kritisiert er scharf.

Nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei soll die Präsidentengarde aufgelöst werden. Wie der türkische Regierungschef Binali Yildirim dem türkischen Sender A Haber sagte, gebe es zum jetzigen Zeitpunkt und auch in Zukunft keine Notwendigkeit mehr für die Einheit.

Recep Tayyip Erdogan lässt mehr als 2.300 Einrichtung mit Verbindungen zur Gülen-Bewegung schließen. Darunter sind auch Schulen und gemeinnützige Institutionen. Erdogan vermutet seinen Erzfeind Fethullah Gülen hinter dem Putschversuch vom 16. Juli.

Von einem Ausnahmezustand gibt es in Istanbul keine bis kaum eine Spur. Die Istanbuler leben ihr Leben weiter, als wäre nie etwas gewesen. Diese Gewohnheit ist gefährlich.

Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz hat den türkischen Botschafter nach Protesten der Erdogan-Anhänger ins Kanzleramt zitiert. Nun weist der Botschafter Hasan Gögüs die „voreingenommene und unfaire Kritik“ zurück.

Der Tag, als der Aufstand begann, gilt nun als Gedenktag, sagte Präsident Erdogan - "für die Helden des Kampfes für die Demokratie". Deutsche Politiker fordern ein sofortiges Einfrieren von EU-Geldern an die Türkei.

Im November schossen türkische Kampfjets einen russischen Kampfjet ab. Der Vorfall sorgte für schwere diplomatische Irritationen zwischen der Türkei und Russland. Der türkische Präsident Erdogan beharrte bisher auf der Version, dass der russische Flieger türkisches Territorium missachtet habe und vor dem Abschuss mehrfach gewarnt worden sei. Doch nun ließ er die Piloten überraschend festnehmen.

Die Situation nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei könnte auch hierzulande spürbar werden.

Nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei nehmen die Repressionen gegen die Bevölkerung zu. Wer nur ein kritisches Wort gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan sagt, gerät in Gefahr, als Terrorist oder Staatsfeind abgestempelt zu werden. Beobachter halten nun eine gigantische Abwanderungsbewegung für möglich - auch nach Deutschland.

Was das Motiv der abtrünnigen Militärangehörigen in der Türkei angeht, haben Experten mehrere Erklärungsansätze. Dabei geht es um die Angst, hohe Posten zu verlieren, um kemalistische Prinzipien – und nicht zuletzt um Geld.

Nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei ist der von Präsident Recep Tayyip Erdogan verkündete Ausnahmezustand in der Nacht zum Donnerstag in Kraft getreten. Was das bedeutet und was Erdogan jetzt alles darf.

Die türkische Führung hat einen dreimonatigen Ausnahmezustand ausgerufen. Im Land stirbt die Demokratie, man kann beobachten, wie es unter Präsident Erdogan in den Abgrund stürzt. Eine Trauerbekundung.

Ankara hat einen dreimonatigen Ausnahmezustand ausgerufen, die Lage in der Türkei verschärft sich. Um Klarheit zu bekommen, hat Österreich nun den türkischen Botschafter ins Außenministerium zitiert.

Die türkische Führung will nach Tausenden Suspendierungen und Festnahmen wegen des Putschversuchs den Kampf gegen die Bewegung des Predigers Fethullah Gülen noch einmal verschärfen.

Erdogan gibt weitere Maßnahmen nach gescheitertem Putschversuch bekannt.

Türkei verbietet Akademikern die Ausreise. Das berichtet der Nachrichtensender "NTV" unter Berufung auf die türkische Nachrichtenagentur "Anadolu".

Die türkische Regierung hat ein Video von Überwachungskameras veröffentlicht. Es soll den Angriff von Putschisten auf den Präsidentenpalast in Ankara am Wochenende zeigen.

Der türkische Präsident Erdogan lässt Warnungen vor der Todesstrafe an sich abprallen und kündigt an, einer Wiedereinführung nicht im Weg zu stehen. Nach dem Putschversuch geht die Regierung gegen Verdächtige in Behörden vor.

Nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei hat das Bildungsministerium landesweit 15 200 Staatsbedienstete aus seinem Verantwortungsbereich vom Dienst suspendiert.

Hass, Gewalt, Lynchjustiz: Die Beteiligten am missglückten Militärputsch in der Türkei wurden zum Teil bereits Opfer des Volkszorns der Erdogan-Anhänger. Nun müssen sie auch mit Rache-Maßnahmen des türkischen Präsidenten rechnen: Recep Tayyip Erdogan macht sich für die Wiedereinführung der Todesstrafe stark. Die Verhafteten werden bis auf Weiteres in Massenlagern interniert.

Die Türkei droht in alte Zeiten zurückzufallen. Trotz aller Warnungen aus dem Ausland hält Präsident Erdogan nach dem gescheiterten Putsch an der Wiedereinführung der Todesstrafe fest. Für Mittwoch kündigt er eine "wichtige Entscheidung" an.

Wendet sich die Türkei von der Demokratie ab und führt gar die Todesstrafe wieder ein? Noch sind die Folgen des niedergeschlagenen Militärputsches nicht absehbar. Doch die Signale aus der Türkei sorgen bei der EU für Unmut. Kanzlerin Angela Merkel spricht von "Anlass zu großer Sorge".

"Die Macht hat Erdogan vergiftet": Der Prediger Fethullah Gülen wehrt sich gegen den Vorwurf des türkischen Präsidenten, er stecke hinter dem Putschversuch. Ein Besuch in seinem Exil in den Bergen Pennsylvanias.

Wer steckt hinter dem Militärputsch in der Türkei? Während für den türkischen Präsidenten Erdogan klar ist, dass sein ehemaliger Weggefährte und heutige Intimfeind Fethullah Gülen die Fäden gezogen hat, geben Beobachter eines zu bedenken: Dass Recep Tayyip Erdogan am Ende wohl am meisten von dem Umsturzversuch profitiert.

Der ehemalige Luftwaffenchef Akin Öztürk hat dementiert, an einem Putschversuch in der Türkei beteiligt gewesen zu sein.

Nach dem Putsch folgt die Reaktion. Viele Experten sind sich einig, dass der türkische Präsident Erdogan jetzt seine Macht systematisch ausbauen wird - und den Umbau der Türkei in eine präsidiale Diktatur betreiben könnte. Die Folgen dieser Entwicklung würden nicht nur Europa treffen.

Demos in den Städten, Jagdszenen auf dem Land: In der Türkei wächst nach dem verhinderten Militärputsch die Aggression. Oppositionelle warnen vor Lynchstimmung, Präsident Erdogan schürt den Hass.

Unbekannte haben dem Vize-Bürgermeister des Istanbuler Bezirks Sisli in den Kopf geschossen.

Anführer der Putschisten in der Türkei soll nach Angaben aus der Regierung der Ex-Luftwaffenchef Akin Öztürk gewesen sein.

Die Bundesregierung schließt eine Aufnahme der Türkei in die Europäische Union (EU) bei Wiedereinführung der Todesstrafe aus.