Putschversuch in Türkei

Putschversuch in der Türkei: In der Nacht vom 15. auf den 16. Juli 2016 versuchte das Militär die Macht in der Türkei zu übernehmen. Präsident Recep Tayyip Erdogan rief das Volk zum Widerstand auf. Am Ende triumphierte Erdogan. So lief der Putschversuch in der Türkei.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat deutschen Medien vorgeworfen, fremdgesteuert gegen die Türkei und ihren Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan Stimmung zu machen. Auch die österreichische Regierung griff er an - und nannte das Land "Hauptstadt des radikalen Rassismus".

Der Sprecher von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sieht Parallelen zwischen der "Entfernung" von Gülen-Anhängern aus staatlichen Institutionen in der Türkei und der Wiedervereinigung in Deutschland.

Nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei greift Präsident Recep Tayyip Erdogan in allen Bereichen der Gesellschaft mit harter Hand gegen mutmaßliche Regimekritiker durch. Doch große Teile der Bevölkerung werden durch das autokratische Auftreten nicht etwa verschreckt, sondern formieren sich hinter Erdogan. Das hat Gründe.

Die Türkei geht nach dem gescheiterten Putschversuch weiter offensiv gegen die Medien vor und hat 45 Zeitungen und 16 TV-Sender geschlossen. Das teilte ein Behördenvertreter mit.

Zehntausende Menschen haben seit dem Putschversuch in der Türkei ihren Posten verloren, darunter viele Staatsbedienstete. Wer übernimmt ihre Arbeit? Erdogan-Treue zähle jetzt mehr als Qualifikation, sagt ein Experte.

Nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei hat die Istanbuler Staatsanwaltschaft 42 Journalisten zur Fahndung ausgeschrieben, darunter eine prominente Regierungskritikerin.

Von einem Ausnahmezustand gibt es in Istanbul keine bis kaum eine Spur. Die Istanbuler leben ihr Leben weiter, als wäre nie etwas gewesen. Diese Gewohnheit ist gefährlich.

Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz hat den türkischen Botschafter nach Protesten der Erdogan-Anhänger ins Kanzleramt zitiert. Nun weist der Botschafter Hasan Gögüs die „voreingenommene und unfaire Kritik“ zurück.

Im November schossen türkische Kampfjets einen russischen Kampfjet ab. Der Vorfall sorgte für schwere diplomatische Irritationen zwischen der Türkei und Russland. Der türkische Präsident Erdogan beharrte bisher auf der Version, dass der russische Flieger türkisches Territorium missachtet habe und vor dem Abschuss mehrfach gewarnt worden sei. Doch nun ließ er die Piloten überraschend festnehmen.

Nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei nehmen die Repressionen gegen die Bevölkerung zu. Wer nur ein kritisches Wort gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan sagt, gerät in Gefahr, als Terrorist oder Staatsfeind abgestempelt zu werden. Beobachter halten nun eine gigantische Abwanderungsbewegung für möglich - auch nach Deutschland.

Was das Motiv der abtrünnigen Militärangehörigen in der Türkei angeht, haben Experten mehrere Erklärungsansätze. Dabei geht es um die Angst, hohe Posten zu verlieren, um kemalistische Prinzipien – und nicht zuletzt um Geld.

Nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei ist der von Präsident Recep Tayyip Erdogan verkündete Ausnahmezustand in der Nacht zum Donnerstag in Kraft getreten. Was das bedeutet und was Erdogan jetzt alles darf.

Hass, Gewalt, Lynchjustiz: Die Beteiligten am missglückten Militärputsch in der Türkei wurden zum Teil bereits Opfer des Volkszorns der Erdogan-Anhänger. Nun müssen sie auch mit Rache-Maßnahmen des türkischen Präsidenten rechnen: Recep Tayyip Erdogan macht sich für die Wiedereinführung der Todesstrafe stark. Die Verhafteten werden bis auf Weiteres in Massenlagern interniert.

Die Türkei droht in alte Zeiten zurückzufallen. Trotz aller Warnungen aus dem Ausland hält Präsident Erdogan nach dem gescheiterten Putsch an der Wiedereinführung der Todesstrafe fest. Für Mittwoch kündigt er eine "wichtige Entscheidung" an.

Wendet sich die Türkei von der Demokratie ab und führt gar die Todesstrafe wieder ein? Noch sind die Folgen des niedergeschlagenen Militärputsches nicht absehbar. Doch die Signale aus der Türkei sorgen bei der EU für Unmut. Kanzlerin Angela Merkel spricht von "Anlass zu großer Sorge".

Wer steckt hinter dem Militärputsch in der Türkei? Während für den türkischen Präsidenten Erdogan klar ist, dass sein ehemaliger Weggefährte und heutige Intimfeind Fethullah Gülen die Fäden gezogen hat, geben Beobachter eines zu bedenken: Dass Recep Tayyip Erdogan am Ende wohl am meisten von dem Umsturzversuch profitiert.

Der ehemalige Luftwaffenchef Akin Öztürk hat dementiert, an einem Putschversuch in der Türkei beteiligt gewesen zu sein.

Nach dem Putsch folgt die Reaktion. Viele Experten sind sich einig, dass der türkische Präsident Erdogan jetzt seine Macht systematisch ausbauen wird - und den Umbau der Türkei in eine präsidiale Diktatur betreiben könnte. Die Folgen dieser Entwicklung würden nicht nur Europa treffen.

Unbekannte haben dem Vize-Bürgermeister des Istanbuler Bezirks Sisli in den Kopf geschossen.

Anführer der Putschisten in der Türkei soll nach Angaben aus der Regierung der Ex-Luftwaffenchef Akin Öztürk gewesen sein.

Hexenjagd, Wiedereinführung der Todesstrafe, Abrechnung mit seinen Feinden: Die internationale Presse beleuchtet, wie Recep Tayyip Erdogan den Putschversuch nutzt, um seine Macht auszubauen. Dabei stellt sich auch die Frage, wie Europa und die Welt mit dem zu befürchtenden Machtausbau Erdogans umgehen soll.

Der versuchte Militärputsch in der Türkei ist gescheitert. Präsident Recep Tayyip Erdogan bleibt an der Macht - auch weil Tausende Menschen gegen die Putschisten auf die Straße gegangen sind. Die Lage bleibt angespannt, zahlreiche Tote und hunderte Verletzte sind zu beklagen. Alle News zum versuchten Putsch in der Türkei.

Der Putschversuch von Teilen der Armee in der Türkei hat nach offiziellen Angaben des Militärs mindestens 194 Menschen das Leben gekostet. Präsident Recep Tayyip Erdogan, der seine Anhänger zum Widerstand aufgerufen hatte, gab sich am Samstag siegessicher. So kommentieren Medien die Vorkommnisse in der Türkei:

Nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei stellen sich Politiker weltweit hinter die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdoğan. Regimekritische Stimmen werden nur vereinzelt laut.

In der Türkei ist ein Kampf um die Macht im Land entbrannt. Schüsse in Istanbul, das Militär übernimmt zunächst nach eigenen Angaben die Kontrolle. Der türkische Ministerpräsident Erdogan hält jedoch dagegen und mobilisiert seine Anhänger. Die Angaben über die Lage am Bosporus sind lange Zeit widersprüchlich und chaotisch.

In Ankara kommt es von der Nacht von Freitag auf Samstag zu einem Putsch. Das Militär spricht von einer Machtübernahme und dem Wiederaufbau der Demokratie. Auf Twitter gibt es Stimmen zur Situation in der Türkei.

Erdogan hat sich in einem Gespräch per Skype mit CNN Türk an die Bevölkerung gewandt. Er ruft während des Putsches des Militärs zum Widerstand auf.

Ausnahmezustand in der Türkei: Ministerpräsident Binali Yildrim spricht von einem Putschversuch, das Militär kreist über Ankara.

Das türkische Militär hat nach eigenen Angaben die Macht in der Türkei übernommen. Erdogan ist nach Angaben aus Kreisen seines Amtes dennoch nicht abgesetzt - per Telefon-Interview wandte er sich ans Volk.

Streitkräfte haben nach eigenen Angaben vollständig die Macht übernommen.