Die russische Botschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten macht sich über den syrischen Bürgerkrieg lustig. Auf Twitter veröffentlichte die Auslandsvertretung einen Cartoon mit der Aufforderung: "Finden Sie den richtigen syrischen Rebellen".

Der Cartoon verhöhnt den syrischen Bürgerkrieg und suggeriert, dass alle oppositionellen Gruppen Terroristen sind, schreibt dazu "The Independent" online. Denn: Die Follower werden auf Twitter dazu aufgefordert, die Waffe in dem Bild auszuschneiden und den Vertreter der abgebildeten Gruppen damit zu bewaffnen.

Russland bombt in Syrien weiter

Russlands Präsident Wladimir Putin setzt seine umstrittenen Luftschläge in Syrien ungeachtet westlicher Kritik weiter fort. Der Ansage aus Moskau, strategisch wichtige Ziele von Terrorgruppen künftig "noch intensiver" bombardieren zu wollen, folgten am Sonntag neue Angriffe russischer Militärmaschinen. Nach Angaben von Aktivisten starben bei Angriffen - unter anderem auf von gemäßigten Rebellen kontrollierte Gebiete nördlich von Homs - mindestens fünf Zivilisten. Vom Beginn der Angriffe am Mittwoch bis zum Samstag waren Menschenrechtlern zufolge bereits 39 Zivilisten getötet worden. um die Truppen von Präsident Baschar al-Assad zu entlasten.

Das russische Innenministerium teilte der Agentur Tass zufolge am Sonntagnachmittag mit, binnen 24 Stunden zehn Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angegriffen zu haben. Als Ziel wurde unter anderem ein Trainingscamp der Extremisten in der Provinz Idlib genannt. Die Region wird weitgehend von einem islamistischen Rebellenbündnis unter Führung des Al-Kaida-Ablegers Al-Nusra kontrolliert und war bisher nicht für die Anwesenheit des IS bekannt.


Westlichen Informationen zufolge sollen bei den Angriffen der vergangenen Tage auch gemäßigte Rebellen getroffen worden sein. US-Präsident Barack Obama warf Russland am Samstag vor, den IS damit indirekt zu stärken. "Die russische Politik treibt (die Rebellen) in den Untergrund oder erzeugt eine Situation, in der sie geschwächt werden, und es stärkt (den) IS nur. Und das ist für niemanden gut."

Der russisch-iranische Ansatz zur Lösung des Konflikts sei zum Scheitern verurteilt, so Obama weiter. "Aus ihrer Perspektive sind (die Rebellen und die Kämpfer der IS-Terrormiliz) alle Terroristen, und das ist ein Rezept für eine Katastrophe", sagte er. Die USA seien dennoch bereit, Moskau und Teheran an einer politischen Lösung für die Zukunft des Landes zu beteiligen. (far/dpa)