• Action-Star Steven Seagal ist öffentlich im Separatistengebiet Donezk in Erscheinung getreten.
  • Dabei äußerte sich der 70-Jährige prorussisch und gemäß der Linie der Kremlpropaganda.

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US-Schauspieler Steven Seagal hat russischen Medienberichten zufolge nach dem Tod Dutzender Kriegsgefangener das zerstörte Straflager Oleniwka im prorussischen Separatistengebiet Donezk in der Ostukraine besucht.

"Wir sind in Oleniwka an dem exakten Platz, an dem Himars-Raketen einschlugen", sagte der 70-Jährige in einem in der Nacht zum Mittwoch von russischen Staatsmedien verbreiteten Video. Der Star zahlreicher Actionfilme gilt als Freund von Kremlchef Wladimir Putin, hat die russische Staatsbürgerschaft und ist Mitglied der Partei Gerechtes Russland.

Seagal wiederholt Linie der Kremlpropaganda

Im Gefängnis Oleniwka wurden Ende Juli rund 50 ukrainische Kriegsgefangene getötet und mehrere Dutzend verletzt. Seagal folgte der russischen Darstellung, dass das Lager mit ukrainischen Kriegsgefangenen mit US-Raketen beschossen worden sei. Die Ukraine und zahlreiche Experten sehen hingegen Russland in der Verantwortung für das Kriegsverbrechen. Die ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einen "Terroranschlag" gegen die Gefangenen.

Seagal wiederholte die Linie der Kremlpropaganda. Er warf Selenskyj Folter und Verbrechen gegen die Menschheit vor. Der Actionfilm-Darsteller sagte, er wolle einen Dokumentarfilm über den Krieg im Donbass drehen. Seagal unterstützt den russischen Einmarsch in die Ukraine von Ende Februar. Die russische Staatspropaganda behandelte das Thema am Mittwoch wie ein Großereignis. In einem von dem russischen Fernsehsender RT verbreiteten Video sagte Seagal: "Ich mag nicht, dass diese ganzen Kameras auf mich gerichtet sind".

Auch der prominente russische Außenpolitiker Leonid Sluzki verbreitete am Mittwoch in seinem Blog im Nachrichtenkanal stolz ein Bild von sich mit Seagal. Russland wirft der Ukraine einen Beschuss des Gefängnisgebäudes mit amerikanischen Präzisionsraketen vor. Kiew und westliche Beobachter sprechen hingegen von einer gezielten Ermordung der Gefängnisinsassen durch Russland. (dpa/fte)

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