• Laut einem Bericht setzt das ukrainische Militär im Abwehrkampf gegen die russischen Invasoren Waffenattrappen ein.
  • Etwa durch hölzerne Nachbildungen moderner US-Raketensysteme seien die Angreifer bereits getäuscht worden.

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Im Abwehrkampf gegen die russischen Invasoren setzt das ukrainische Militär auch Waffenattrappen ein, um die Angreifer zu täuschen. Das berichtet die "Washington Post". Dabei gehe es etwa um hölzerne Nachbildungen moderner US-Raketensysteme, schreibt die Zeitung unter Berufung auf ungenannte hochrangige Beamte aus den USA und der Ukraine. Das Blatt habe auch Fotos dieser Scheinziele begutachten können, heißt es weiter.

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Russland soll Marschflugkörper wegen Attrappen verschwendet haben

Durch die Holzattrappen seien die russischen Streitkräfte bereits dazu gebracht worden, teure Marschflugkörper vom Typ Kalibr auf harmlose Replikate zu verschwenden. Denn russische Drohnen, die den Standort der vermeintlichen Raketensysteme an die Flotte im Schwarzen Meer übermittelten, könnten die Attrappen nicht von echten Artilleriebatterien unterscheiden. "Wenn die Drohnen die Batterie sehen, ist diese wie ein VIP-Ziel", zitierte die Zeitung einen ukrainischen Offiziellen. Nach einigen Wochen hätten diese "Dummies" bereits mindestens zehn Kalibr-Raketen in die Irre geleitet. Angesichts des Erfolgs sei die Produktion der Replikate ausgebaut worden.

Die Nachbildungen könnten laut der "Washington Post" auch ein Grund dafür sein, dass die Anzahl vermeintlich zerstörter westlicher Waffensysteme in russischen Berichten so hoch ausfalle, insbesondere mit Blick auf den US-Raketenwerfer Himars. "Sie haben behauptet, mehr Himars getroffen zu haben, als wir überhaupt geliefert haben", zitierte das Blatt einen US-Diplomaten. (sbi/dpa)

Russische Soldaten in dem Dorf Oleksandrivka

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Die russischen Besatzer leiden nach Angaben von Militärexperten trotz erheblicher Verstärkungen unter Personal- und Nachschubproblemen. Das berichtete das britische Verteidigungsministerium in seinem täglichen Geheimdienst-Update. (Bildquelle: IMAGO/SNA/IMAGO/Konstantin Mihalchevskiy)