Wenn Schüsse und Gewalt an der Tagesordnung sind

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In mehr als 40 Regionen toben Bürgerkriege, schwelen bewaffnete Konflikte und sind Terroranschläge an der Tagesordnung.

Südsudan: Die jüngste Nation der Welt wird seit 2013 von einem blutigen Bürgerkrieg beherrscht. Ende Februar wurde eine Hungerkrise erklärt, die 270.000 Kinder in akute Lebensgefahr bringt.
Zentralafrikanische Republik: Das zweitärmste Land der Welt ringt seit Monaten um einen brüchigen Frieden. Massive Gewalt mit großen Menschenrechtsverletzungen schlug 850.000 Menschen auf die Flucht in die Nachbarländer.
Philippinen: Seit den 1970er Jahren schwelen Konflikte und Terror unter anderem auf der Insel Mindanao mit teilweise Bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Doch auch durch Naturkatastrophen kommt der Inselstaat in Asien nicht zur Ruhe. Vor allem Kinder leiden unter der Situation und rutschen häufig in die Prostitution.
Pakistan: Konflikte mit Indien, konfessionelle Probleme, politische Umbrüche. Insbesondere auch aus der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa werden immer wieder Gräueltaten und Kämpfe gemeldet. 2016 verschlimmerten sich auch die Konflikte mit dem benachbarten Indien wieder.
Nigeria: Das Land ist ebenso wie Südsudan, Somalia und Jemen von einer schweren Hungerkrise betroffen. Angst vor der Terrorgruppierung Boko Haram sowie Kämpfe mit Regierungstruppen und bewaffneten Bürgerwehren haben mehr als eine Million Menschen in die Nachbarsländer vertrieben und unfassbarer Gewalt ausgesetzt.
Ukraine: Durch die Vorstöße von US-Präsident Trump wieder stärker ins Bewusstsein gerückt, war der Konflikt in der Ukraine in den letzten Monaten eher in Vergessenheit geraten. Besonders in Avdiivka fanden jedoch Ende Januar schwere Gefechte statt. Diese Familie flieht in die nördlich gelegene Region Donetsk.
Libanon: Zwei Bürgerkriege, innere Krisen und politische Instabilität - das Land, das selbst erst wieder zur Ruhe finden muss, grenzt an Syrien und hat mehr als eine Million Flüchtlinge aufgenommen. Immer wieder greift der Krieg auch in libanesische Regionen über.
Libyen: Diese ehemalige Marineakademie diente nach dem Bürgerkrieg 2011 als Zuflucht für viele Geflüchtete. Ein zweiter Bürgerkrieg spaltete 2014 das Land noch mehr. Sturz und Tod des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi nutzte der IS zum Ausbau seiner Position.
Afghanistan: Das Land ist durch jahrzehntelange Konflikte zermürbt. Taliban-Regime, Konflikte mit Nachbarländern und Naturkatastrophen haben das durch Gebirge schwer zugängliche Land in eine tiefe Krise gestürzt.
Somalia: Seit elf Jahren kämpfen die Regierungen von Somalia und Kenia gegen die Miliz Al-Shabaab. Doch das Land ist seit Jahrzehnten von kriegerischen Auseinandersetzungen geprägt. Sei es gegen Äthiopien 1977/78 oder der Bürgerkrieg in den 1980ern und 90ern. Kriegsherren, Clans, Milizen - alle tragen zur Destabilisierung der Region bei.
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