Er kommt nicht, er kommt doch: Sigmar Gabriel wird entgegen anders lautender Berichte doch an der Münchner Sicherheitskonferenz (SiKo) teilnehmen. Zuvor hatte es Berichte gegeben, wonach er alle Termine abgesagt habe.

Das Auswärtige Amt hat Angaben der Münchner Sicherheitskonferenz dementiert, dass Außenminister Sigmar Gabriel nicht an dem Forum teilnehmen wird.

"Der Bundesaußenminister plant, an der Münchner Sicherheitskonferenz in der nächsten Woche teilzunehmen", sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Freitag in Berlin.

Auswärtiges Amt kündigt Gabriel-Teilnahme an

Demnach war bis jetzt gar nicht offiziell angekündigt gewesen, dass der Minister an der Sicherheitskonferenz teilnehmen werde, erklärte der Sprecher weiter.

Zudem machte der Sprecher deutlich: "Es ist nicht zutreffend, dass der Bundesaußenminister alle seine Termine abgesagt habe."

Ein Konferenzsprecher hatte am Donnerstag gesagt, dass Gabriel seinen für den 17. Februar geplanten Auftritt abgesagt habe.

Zur Verwirrung trug die Aussage des SiKo-Chefs, Wolfgang Ischinger, vom Donnerstag bei, dass "der SPD-Chef und vermutlich künftige Außenminister Martin Schulz" an dem Treffen teilnehmen werde. Dies wurde seitens der Sozialdemokraten aber dementiert.

Der Ministeriumssprecher sagte weiter, dass auch keine Rede davon sein könne, dass Gabriel einen Termin zu Beratungen der Anti-IS-Koalition am kommenden Dienstag im Golfemirat Kuwait abgesagt hätte.

Zur Erklärung sagte er: "Wir hatten keine Reise angekündigt."

Sigmar Gabriel schießt gegen Martin Schulz

Schulz hatte am Mittwoch erklärt, er wolle nach Zustandekommen einer großen Koalition neuer Bundesaußenminister werden. Gabriel beklagte daraufhin in einem Interview einen respektlosen Umgang mit ihm und sprach von einem Wortbruch.

Damit spielte er offenbar auf ein angebliches Versprechen von Schulz an, dass Gabriel im Fall einer neuen großen Koalition Außenminister bleiben dürfe. Allerdings ist nicht bestätigt, dass es dieses Versprechen so gegeben hat.

"Ich habe das Amt des Außenministers gern und in den Augen der Bevölkerung offenbar auch ganz gut und erfolgreich gemacht", sagte Gabriel den Funke-Zeitungen. "Und da ist es ja klar, dass ich bedauere, dass diese öffentliche Wertschätzung meiner Arbeit der neuen SPD-Führung herzlich egal war." (cai/dpa/afp)