Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat an die Führung Kirgistans appelliert, mit ihren Einflussmöglichkeiten auf eine Verbesserung der Situation in Afghanistan hinzuwirken. "Die derzeitige Lage in Afghanistan unter den Taliban ist nicht hinnehmbar", sagte er am Donnerstag in Bischkek in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem kirgisischen Präsidenten Sadyr Schaparow. Das gelte insbesondere für die systematische Unterdrückung von Frauen und Mädchen sowie die humanitäre Notlage in großen Teilen der Bevölkerung.

Mehr aktuelle News

Er begrüße es, dass Kirgistan sich hier engagiere, betonte Steinmeier. "Ich habe darum gebeten, Kontakte und Einflüsse, die man hier in Kirgistan nach Afghanistan hat, auch zu nutzen."

Seit der Rückkehr der militanten Islamisten an die Macht im Sommer 2021 werden Frauen und Mädchen in Afghanistan wieder aus dem öffentlichen Leben gedrängt. Die Taliban haben ihnen den Besuch von Universitäten und höheren Schulen untersagt. Auch viele Berufe dürfen sie nicht mehr ausüben. Die humanitäre Lage gilt als katastrophal. Weite Teile der Bevölkerung leiden unter Hunger.  © dpa

JTI zertifiziert JTI zertifiziert

"So arbeitet die Redaktion" informiert Sie, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte stammen. Bei der Berichterstattung halten wir uns an die Richtlinien der Journalism Trust Initiative.