Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat sich zum Konflikt in seinem Land geäußert. Seiner Ansicht nach habe der Konflikt bereits die Charakteristik eines Weltkrieges angenommen.

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Der syrische Staatschef Baschar al-Assad ist der Ansicht, dass in seinem Land ein Weltkrieg stattfindet, der aber andere Merkmale als die beiden früheren habe.

Assad: Konflikt in Syrien "ist bereits ein Weltkrieg"

"Er ist vielleicht kein voller Dritter Weltkrieg. Dennoch ist es bereits ein Weltkrieg, (der auf einer) anderen Art als der Erste und der Zweite (Weltkrieg) stattfindet", sagte Assad in einem Interview der konservativen Athener Zeitung "Kathimerini" am Donnerstag.

Er äußerte die Hoffnung, dass es in seinem Land zu keiner direkten Konfrontation zwischen Russland und den USA komme. Dann würde nach Assads Ansicht die Situation "auf der ganzen Welt außer Kontrolle geraten".

Russland, der Iran und die libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah sind die wichtigsten Verbündeten des syrischen Staatschefs. Demgegenüber stehen die USA und Israel. Vor allem Israel fühlt sich durch die Präsenz des Iran in Syrien bedroht und hat in der Nacht auf Donnerstag Militärschläge gegen iranische Infrastruktur auf syrischem Staatsgebiet durchgeführt.

Assad dementiert erneut Einsatz von chemischen Waffen gegen Opositionelle

Assad dementierte in dem Interview zudem erneut, dass seine Streitkräfte chemische Waffen gegen Oppositionelle eingesetzt hätten. Ein Treffen mit dem Präsidenten der USA nach dem Muster des geplanten Treffens von Donald Trump mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un lehnte Assad ab. "Ich glaube nicht, dass wir in dieser Zeit etwas mit dieser Regierung (Trump) erzielen können", sagte Assad.

Dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan warf Assad vor, mit islamischen Extremisten zu sympathisieren. "Erdogan unterstützt die Terroristen. Er schlägt sich an die Seite der Muslimbrüder", sagte Assad.

Auf die Frage ob er zurückzutreten bereit wäre, um sein Land zu befrieden, meinte Assad, er würde dies nur dann tun, wenn er "das Gefühl" bekommen sollte, dass das syrische Volk gegen ihn sei. (mgb/dpa)

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