Nach dem Luftangriff in Syrien hagelt es Schuldzuweisungen: Russland macht Israel verantwortlich, Syrien will eine "amerikanische Aggression" erkannt haben. Donald Trump dementiert eine Beteiligung.

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Russland und Syrien haben das israelische Militär für den Luftangriff auf die syrische Militärbasis in Homs verantwortlich gemacht.

Zwei israelische Kampfjets vom Typ F-15 hätten in der Nacht zum Montag aus dem libanesischen Luftraum heraus acht Raketen auf den Flugplatz T4 abgefeuert, teilte das russische Verteidigungsministerium laut den Nachrichtenagenturen Tass und Interfax am Montag in Moskau mit.

Die syrische Luftabwehr habe fünf der Raketen abgefangen. Die drei anderen hätten den westlichen Teil des Geländes getroffen, hieß es.

Auch die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana meldete, israelische Jets hätten mehrere Raketen auf Syrien abgeschossen. Hier war von acht feindlichen Raketen die Rede.

Sana zufolge handle es sich bei dem Vorfall wohl um eine "amerikanische Aggression".

Frankreich und USA dementieren Beteiligung

Sowohl Frankreich als auch die USA hatten betont, nicht an der Bombardierung der Basis beteiligt gewesen zu sein.

"Wir waren es nicht", sagte ein Sprecher des französischen Generalstabs am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Der Generalstab war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Eine israelische Militärsprecherin wollte sich zunächst nicht zu dem Vorfall äußern.

Nach einem mutmaßlichen Giftgasangriff der syrischen Armee auf die von Rebellen noch kontrollierte Stadt Duma in der Region Ost-Ghuta hatten US-Präsident Donald Trump und sein französischer Amtskollege Emmanuel Macron am Sonntag miteinander telefoniert.

Die beiden Staatsmänner hätten sich darauf verständigt, dass die syrische Führung um Präsident Baschar al-Assad zur Verantwortung gezogen werden müsse, hatte es aus dem Weißen Haus und dem Élyséepalast danach geheißen.

Dem Luftangriff mit mindestens 14 Toten war ein mutmaßlicher Giftgasangriff der syrischen Armee vorausgegangen. (dpa/ank)