Bei erneuten Luftangriffen auf die letzte von Rebellen gehaltene Stadt in Ost-Ghuta sind nach Angaben von Beobachtern vier Zivilisten getötet worden. Mindestens zwölf Angriffe hätten vermutlich russische Kampfjets auf die Stadt Duma geflogen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag mit.

Neben den Toten seien 25 weitere Personen verletzt worden. In den vergangenen zehn Tagen waren die Kämpfe größtenteils ausgesetzt worden, nachdem sich Rebellen und syrische Regierung auf einen Abzug aus Ost-Ghuta verständigt hatten.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana warf am Freitag Rebellen der islamistischen Gruppe Dschaisch al-Islam (Armee des Islam) vor, Granaten auf Vororte der Hauptstadt Damaskus abgefeuert zu haben. In den vergangenen Tagen hatten mehrere hundert Rebellen zusammen mit ihren Familien Duma verlassen. Am Donnerstag wurde der Abzug aber ausgesetzt. Die Stadt ist der letzte Ort in der Region Ost-Ghuta, der noch von Rebellen kontrolliert wird. Die syrische Armee hatte in den vergangenen Monaten zusammen mit Verbündeten heftige Angriffe auf die Region nahe Damaskus gefahren. Mehr als 1600 Menschen starben nach Angaben von Beobachtern.

Am Freitagmorgen war in der Hauptstadt eine Autobombe nahe einer Moschee explodiert. Dabei kam nach einem Sana-Bericht mindestens eine Person ums Leben. Zunächst übernahm niemand die Verantwortung für den Anschlag im Stadtteil Barseh.


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